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Hohe Kohlenmonoxidwerte : Sala und Pilot wohl bewusstlos bei Absturz

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Ein britisches Stadionmagazin hat Emiliano Sala nach dessen tödlichem Unglück auf dem Cover. Bild: Reuters

Eine Kohlenmonoxidvergiftung war offenbar der Grund für den Absturz des Flugzeuges mit dem Fußballer Emiliano Sala. Das ergab die Obduktion des Argentiniers. Der Pilot David Ibbotson ist immer noch verschollen.

          Der vor knapp sieben Monaten bei einem Flugzeugunglück ums Leben gekommene argentinische Fußballer Emiliano Sala war vor dem Absturz einer hohen Konzentration Kohlenmonoxid ausgesetzt. Dies geht aus einem am Mittwoch veröffentlichten Untersuchungsbericht der britischen Flugunfallbehörde AAIB hervor.

          In Salas Blut wurde ein potenziell tödlicher Sättigungsgrad an Kohlenmonoxid festgestellt. Es sei wahrscheinlich, dass dies auch auf den – weiterhin vermissten – Piloten zugetroffen habe. Je nach Konzentration könne Kohlenmonoxid das Fliegen einer Maschine beeinträchtigen, heißt es in dem Bericht. Das sehr giftige Kohlenmonoxid (CO) ist ein brennbares, farb- und geruchloses Gas. Bei einer Vergiftung kann es zu Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit und Bewusstlosigkeit bis hin zum Tod durch Ersticken kommen. Bei Kleinflugzeugen dieser Art sei es nicht ungewöhnlich, dass Kohlemonoxid in die Kabine des Flugzeugs eindringt.

          Der 28 Jahre alte Sala war am 21. Januar beim Flug von Frankreich nach Wales mit einer Propellermaschine über dem Ärmelkanal abgestürzt. Es verschwand rund 20 Kilometer nördlich der Kanalinsel Guernsey vom Radar. Der zuvor für den FC Nantes aktive Fußballer war nach einem Millionentransfer auf dem Weg zu seinem neuen Verein Cardiff City. Nach fast zweiwöchiger Suche wurde das Flugzeug am Meeresgrund entdeckt. Salas Leiche wurde geborgen, die des Piloten hingegen noch nicht entdeckt.

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