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Regenfälle dauern an : Elf Tote durch Hochwasser in der Türkei

In Kastamonu haben die Fluten Fahrzeuge mit sich gerissen. Bild: AFP

An der türkischen Schwarzmeerküste hat Starkregen zu heftigen Überschwemmungen geführt. Elf Menschen kamen in den Fluten ums Leben. In einigen Ortschaften mussten sich Menschen auf den Dächern ihrer Häuser in Sicherheit bringen.

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          Nach verheerenden Waldbränden an der türkischen Mittelmeerküste hat an der Schwarzmeerküste Starkregen zu heftigen Überschwemmungen geführt. Vor allem die Provinzen Kastamonu und Sinop sind betroffen. Zwar sei man in der Region mit Überschwemmungen vertraut. Was sich aber seit Mittwoch ereigne, habe man noch nie erlebt, zitieren die türkischen Medien einen Bürgermeister. Auch die Waldbrände, die am 28. Juli begonnen haben, gelten als die größten in der Geschichte der Türkei.

          Rainer Hermann
          Redakteur in der Politik.

          Am Donnerstag regnete es unvermindert stark. Erst am Freitag soll der Regen nachlassen. Durch die Fluten seien bereits elf Personen getötet worden, zehn davon in Kastamonu, teilte die Katastrophenschutzbehörde Afad mit. Im vergangenen Jahr waren infolge der Überschwemmungen fünf Personen getötet worden. Die Evakuierungsmaßnahmen dauerten in einigen Städten unvermindert an. Dazu werden Hubschrauber eingesetzt.

          In mehreren Ortschaften haben sich die Menschen auf den Dächern ihrer Häuser in Sicherheit gebracht. Türkische Fernsehsender zeigen Häuser, die in den Fluten auseinandergebrochen sind, und Straßenzüge, die sich zu reißenden Flüssen verwandelt haben. Sie reißen Autos und andere große Gegenstände mit. Brücken sind eingestürzt, unpassierbar gewordene Straßen wurden gesperrt. Die Fluten haben zu Schäden bei der Stromversorgung geführt. Mehr als zehntausend Haushalte haben keinen Strom.

          An der Mittelmeerküste entspannt sich hingegen die Lage. Mit dem Ende der extremen Hitze und nachlassenden Winden brennen nur noch wenige der mehr als 230 Waldbrände. Die Feuerwehr brachte in der südwesttürkischen Provinz Mugla einen Großbrand zwei Wochen nach seinem Ausbruch unter Kontrolle. Sie seien dabei, das Gebiet im Bezirk Köycegiz abzukühlen, schrieb Forstminister Bekir Pakdemirli auf Twitter. Zuletzt hatten starke Winde die Löscharbeiten in der Region behindert.

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