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Einbetonierte Leiche : Anklage im Mordfall des Schülers Yvan S.

Die Stuttgarter Staatsanwaltschaft hat gegen drei Männer und eine Frau Anklage erhoben. Den vier mutmaßlichen Tätern wird vorgeworfen, im August den Gymnasiasten Yvan S. gemeinschaftlich ermordet zu haben.

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          Die Staatsanwaltschaft Stuttgart hat gegen drei Männer und eine Frau Anklage erhoben. Den vier mutmaßlichen Tätern, die zwischen 18 und 23 Jahre alt sind, wird vorgeworfen, Ende August den 19 Jahre alten Gymnasiasten Yvan S. auf eine Streuobstwiese in Rommelshausen im Remstal gelockt und dann gemeinschaftlich ermordet zu haben.

          Rüdiger Soldt

          Politischer Korrespondent in Baden-Württemberg.

          Das Motiv für die Tat ist möglicherweise Eifersucht: Das 17 Jahre alte Mädchen soll dem mutmaßlichen Haupttäter, der mit dem Mädchen befreundet war, fälschlicherweise gesagt haben, sie habe mit Yvan S. eine intime Beziehung.

          Bundestag lehnt Gesetzesänderung ab

          Weil die Täter den Leichnam einbetoniert und dann im Neckar versenkt hatten, hatte der Fall über die Grenzen von Baden-Württemberg hinaus Aufmerksamkeit erregt. In einem gesonderten Verfahren sollen auch der Vater des mutmaßlichen Haupttäters und ein Bekannter des Vaters angeklagt werden. Eine Initiative aus Eltern und Schülern hatte kürzlich gefordert, die mutmaßlichen Mörder von Yvan S. nicht nach dem Jugendstrafrecht zu verurteilen, und damit eine Bundesratsinitiative des baden-württembergischen Justizministers Goll (FDP) unterstützt.

          Erwachsene im Alter zwischen 18 und 21 Jahren können als Heranwachsende nach dem Jugendstrafrecht verurteilt werden, nach Angaben des Justizministeriums werden etwa 80 Prozent der Straftäter in diesem Alter nach dem Jugendstrafrecht verurteilt. Der Bundestag hatte eine entsprechende Gesetzesänderung abgelehnt.

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          Unser Autor: Martin Benninghoff

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