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Ab dem neuen Jahr : E-Tretroller sollen Teil der Unfallstatistik werden

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Ab Januar sollen E-Tretroller (hier auf dem für Autofahrer gesperrten Mainkai in Frankfurt) als eigene Kategorie in der Unfallstatistik ausgewertet werden. Bild: Marina Pepaj

Bislang werden Unfälle mit E-Tretrollern zwar von der Polizei verzeichnet, jedoch nicht in der Unfallstatistik einzeln ausgewertet. Das soll sich zum 1. Januar ändern.

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          Das Phänomen E-Tretroller soll sich ab 1. Januar auch in der offiziellen Unfallstatistik wiederfinden. Das bestätigte ein Sprecher des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden der Deutschen Presse-Agentur. Zurzeit sei man noch in Kontakt mit den Innenministerien der Länder, die entsprechende Zahlen nach Wiesbaden schicken sollen. Wenn das funktioniere, könne man zum Jahresbeginn erstmals E-Scooter-Unfälle einzeln erfassen.

          Bisher tauchen die elektrischen Tretroller laut Bundesamt nur unter der Sammelkategorie „sonstige Fahrzeuge“ auf. Die E-Scooter, die seit dem 15. Juni 2019 erlaubt sind, seien eine neue „Verkehrsbeteiligungsart“, die die Statistiker gern einzeln ausweisen wollten. Das Problem sei allerdings, dass die einzelnen Landespolizeibehörden unterschiedliche Datenbanken nutzen, so das Bundesamt. Wenn die Behörden ihrerseits E-Scooter-Unfälle einzeln im Computer erfassen und dann weiter leiten könnten, stehe dem Start am 1. Januar nichts im Wege.

          In den Innenministerien arbeitet man daran. So sagte ein Sprecher des nordrhein-westfälischen Innenressorts in Düsseldorf der Deutschen Presse-Agentur: „Die nordrhein-westfälische Polizei bereitet sich technisch darauf vor, Verkehrsunfälle mit E-Tretrollern ab dem 1. Januar 2020 statistisch zu erfassen.“

          Unfälle besonders in Großstädten verbucht

          Besonders Großstädte haben seit Einführung der E-Scooter zahlreiche Unfälle zu verbuchen. Die Polizei Köln hatte jüngst eine Zwischenbilanz gezogen. Demnach gab es zwischen 15. Juni und 18. November 104 Verkehrsunfälle mit 109 Verletzten „unter Beteiligung von E-Scootern“. 24 Menschen hätten dabei schwere und 85 leichte Verletzungen erlitten. „89 dieser Verletzten waren Fahrer von E-Scootern. 88 Prozent dieser Unfälle verursachten E-Scooter-Fahrer“, so die Polizei. Bei knapp einem Drittel der Unfälle seien Fahrer betrunken gewesen.

          Die Verleihfirmen, die E-Scooter in vielen Städten bereitstellen, weisen die Fahrer zumindest auf Gefahren hin. So muss man zum Beispiel bei „Voi“ vor Abfahrt per Klick einige Regeln bestätigen, darunter „Ich weiß, dass Helme großartig sind“ oder „Ich werde nicht unter dem Einfluss von Drogen und/oder Alkohol fahren“. Der Anbieter „Tier“ mahnt die Fahrer, nicht schneller als die erlaubten 20 km/h unterwegs zu sein, „vor allem, wenn du bergabwärts fährst“.

          Der E-Scooter-Verleiher „Bird“ hat zum Winter seine 4400 Roller in allen deutschen Städten aus Sicherheitsgründen von den Straßen geholt. Die Zahl der Unfälle könnte durch Schnee und Eis noch einmal ansteigen. Sichere Zahlen dazu gäbe es erst ab Januar, wenn alles so klappt, wie das Statistische Bundesamt es sich vorstellt.

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