https://www.faz.net/-gum-a8bru

Auto auseinandergerissen : Dritter Insasse nach schwerem Unfall in Berlin-Treptow tot

  • Aktualisiert am

Einsatzkräfte der Feuerwehr am Treptower Park neben dem Autowrack Bild: dpa

Der dritte von vier Insassen ist nach einem schweren Autounfall in Berlin-Treptow gestorben. Das Auto war mit großer Wucht gegen einen Baucontainer gekracht und in Flammen aufgegangen.

          1 Min.

          Wenige Tage nach einem schweren Unfall in Berlin-Treptow ist der dritte Insasse des vollbesetzten Unfallwagens gestorben. Der 19-Jährige erlag am Samstag im Krankenhaus seinen schweren Brandverletzungen, wie die Polizei mitteilte. Er ist demnach der sechste Verkehrstote in diesem Jahr in der Hauptstadt.

          Der hochmotorisierte Wagen mit vier Insassen im Alter zwischen 19 und 21 Jahren war am späten Dienstagabend mit hoher Geschwindigkeit und solcher Wucht gegen einen Baucontainer gekracht, dass er zerriss und in Flammen aufging. Ein junger Mann starb noch an der Unfallstelle, ein zweiter wenige Stunden später.

          Der mutmaßliche Fahrer erlitt weniger schwere Verletzungen. Gegen ihn wird wegen fahrlässiger Tötung und illegalen Kraftfahrzeugrennens mit tödlichem Ausgang ermittelt. Er war zunächst im Krankenhaus festgenommen worden. Einen von der Staatsanwaltschaft beantragten Haftbefehl hatte der zuständige Haftrichter wegen Zweifeln an einem dringenden Tatverdacht abgelehnt. Die Staatsanwaltschaft prüft nach eigenen Angaben noch, ob sie dagegen Beschwerde einlegt.

          Laut einem Bericht der „Bild“-Zeitung wurde der jetzt Gestorbene im Unfallkrankenhaus Marzahn behandelt, das auf Brandverletzungen spezialisiert ist. Nach Informationen der Zeitung war der lebensgefährlich verletzte 19-Jährige zunächst in ein künstliches Koma versetzt worden.

          Feuerwehrleute hatten Trümmerteile noch 100 Meter entfernt von der Unfallstelle gefunden, wie ein Sprecher nach dem Unfall der dpa sagte. Die Einsatzkräfte hatten demnach ein schwer vorstellbares Bild der Zerstörung vorgefunden. Rund 80 Kräfte seien im Einsatz gewesen. „Am Unfallort funktionieren wir, der psychisch belastende Einsatz wird hinterher besprochen“, hatte der Sprecher beschrieben, was selbst für gestandene Kräfte nicht alltäglich gewesen sei.

          Für die Ermittler stellt sich der Unfall bislang so dar: Der Wagen mit dem Quartett rast am Dienstagabend gegen 22.40 Uhr auf der Straße Am Treptower Park, der Fahrer verliert vor einer Einmündung die Kontrolle über das Auto und kracht mit großer Wucht gegen Bäume, bevor es zerbirst und ausbrennt.

          Topmeldungen

          Corona-Test in Sachsen

          RKI-Zahlen : Gesundheitsämter melden 10.810 Neuinfektionen

          Die Zahl der neuen Corona-Fälle ist im Vergleich zur Vorwoche stark gestiegen. Wegen Ostern sind die Zahlen aber nur bedingt aussagekräftig. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 140,9.
          Tränengaseinsatz in Minneapolis

          Tödliche Schüsse auf Schwarzen : Biden ruft Demonstranten zur Ruhe auf

          Der Tod von George Floyd löste in den Vereinigten Staaten schwere Proteste gegen Rassismus und Polizeigewalt aus. Nun stirbt im selben Bundesstaat abermals ein Schwarzer durch eine Polizeikugel. Präsident Biden bittet Demonstranten eindringlich um Gewaltverzicht.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.