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Nordrhein-Westfalen : Drei Tote bei Kollision mit Viehtransporter

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Ein Schweinetransporter fährt in den Gegenverkehr und stürzt dann in den Graben einer Bundesstraße in Bocholt. Bild: dpa

Tödlicher Zusammenstoß auf einer Bundesstraße in Bocholt: Ein Viehtransporter rast in den Gegenverkehr. Drei Auto-Insassen sterben. Auch viele Schweine verenden.

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          Ein Viehtransporter mit rund 180 Schweinen ist auf einer Bundesstraße in Bocholt auf der Gegenfahrbahn mit einem Auto kollidiert - alle drei Insassen des Wagens kamen ums Leben. Der Fahrer des Transporters wurde nach dem Unfall am Montagmorgen schwer verletzt in eine Klinik gebracht. Sein Fahrzeug hatte die Leitplanke durchbrochen und war in starker Seitenlage in einer abschüssigen Böschung zum Liegen gekommen - beinahe mit dem Dach nach unten. Zwei weitere Autos wurden in den Unfall im westlichen Münsterland verwickelt. Einer der beiden Fahrer verletzte sich leicht, wie die Polizei mitteilte.

          Bei den drei Todesopfern handelt es sich laut Polizei um drei Männer aus Polen im Alter von 23, 25 und 34 Jahren. Der schwer verletzte Transporterfahrer ist ein 33-Jähriger aus Goch. Sein Transporter war von der rechten Fahrbahn quer über die beiden Spuren der Gegenrichtung gerast. Warum er die Kontrolle über sein Fahrzeug verlor, blieb zunächst unklar. Ein Sachverständiger wurde hinzugezogen.

          Hinter dem Viehtransporter fuhr ein 56-Jähriger aus Bocholt, der in seinem Auto leicht verletzt wurde. Ein viertes Fahrzeug sei involviert gewesen - darin saß ein 31 Jahre alter Mann aus Wesel, der unverletzt blieb, wie der Polizeisprecher sagte.

          Viele Schweine wurden in dem Transporter getötet oder mussten kopfüber zusammengequetscht in dem dreistöckigen Fahrzeug auf ihre Bergung warten. Einige Tiere liefen zunächst auf der Fahrbahn umher, dann in die angrenzende Böschung hinein. Verletzte Schweine wurden vor Ort getötet. Unverletzte Tiere sollten umgeladen und zum Schlachthof gebracht werden. Ein Experte des Kreisveterinäramts war vor Ort.

          Die Bergungsarbeiten gestalteten sich sehr schwierig. Die Vollsperrung der B67 zwischen den Anschlussstellen Bocholt-Zentrum und Fachhochschule sollte bis etwa Mitternacht dauern, teilte die Polizei am Abend mit.

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