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Neumarkt : Drei Schwerverletzte bei Messerattacke in ICE in Bayern

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Bayern, Seubersdorf: Polizei und Rettungskräfte im Einsatz. In einem ICE zwischen Regensburg und Nürnberg hat es eine Messerattacke gegeben. Bild: dpa

Am Samstagmorgen soll ein Mann in einem ICE mehrere Menschen mit einem Messer attackiert haben. Wie die Polizei in Neumarkt in der Oberpfalz mitteilte, sei er festgenommen worden. Die Hintergründe der Tat sind weiterhin unklar.

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          Nach der Messerattacke in einem ICE zwischen Regensburg und Nürnberg hat das Bayerische Rote Kreuz nach eigenen Angaben „drei Schwerverletzte vor Ort versorgt und in Kliniken transportiert“. Nach dpa-Informationen aus Sicherheitskreisen handelt es sich bei den Opfern um drei Männer im Alter von 26, 39 und 60 Jahren.

          Der Polizei zufolge besteht derzeit wohl keine Lebensgefahr bei den Schwerverletzten. Etwa 200 bis 300 aus dem Zug evakuierte Fahrgäste würden zurzeit in einem Saal in der Nähe des Bahnhofs Seubersdorf im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz betreut, sagte ein Sprecher am Samstagmittag. 110 Einsatzkräfte des Roten Kreuzes seien vor Ort, auch Kriseninterventionsteams zur Betreuung geschockter Menschen. Zuvor hatte der Bayerische Rundfunk darüber berichtet.

          Ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberpfalz sagte am Samstag: „Der mutmaßliche Täter wurde festgenommen. Es gibt keine Erkenntnisse, dass weitere Täter vorhanden sind.“ Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur stammt der Tatverdächtige aus Syrien, reiste 2014 nach Deutschland ein und wohnte zuletzt in Passau. Die Hintergründe der Tat sind weiterhin unklar. Die Vernehmung von Zeugen dauere noch an.

          Bahnstrecke bleibt gesperrt

          Laut Polizeipräsidium Oberpfalz wurde der Polizei gegen 9.00 Uhr mitgeteilt, „dass es in einem ICE zu Angriffen auf Fahrgäste kommen soll. Die Polizei sei mit einem Großaufgebot vor Ort gewesen. Der Zug stehe derzeit in Seubersdorf im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz, sagte ein Sprecher der Bundespolizei. 

          Die Bahnstrecke zwischen Nürnberg und Regensburg bleibt weiter gesperrt. Wann die Sperrung aufgehoben werde, sei derzeit nicht vorherzusagen, teilte die Deutsche Bahn auf Twitter mit. „Es kommt zu Verspätungen“, hieß es weiter. Zuvor hatte die Bahn bereits mitgeteilt, dass die Züge des Fernverkehrs an geeigneten Bahnhöfen warteten oder umgeleitet würden.

          Wie der Sprecher des Innenministeriums über Twitter mitteilte, äußerte sich Bundesinnenminister Horst Seehofer: „Die grausame Messerattacke im ICE ist furchtbar. Ich hoffe, dass die Verletzten und diejenigen, die das Geschehen miterleben mussten, schnell und vollständig gesund werden.“ Er dankte der Polizei und dem Zugpersonal, die durch ihren mutigen Einsatz „Schlimmeres verhindern“ konnten.

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