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In Niederbayern : Drei Frauen und ein Baby sterben bei Brand eines Mehrfamilienhauses

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Wie es zu dem Brand in dem Mehrfamilienhaus in der Ortsmitte von Reisbach kam, war am Samstagmorgen noch völlig unklar. Bild: dpa

Für eine 78, eine 55, eine 20 Jahre alte Frau und ein frühgeborenes Baby kam bei einem Brand im niederbayerischen Landkreis Dingolfing-Landau jede Hilfe zu spät. Weitere 19 Menschen wurden verletzt.

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          Drei Frauen und ein frühgeborenes Baby sind bei einem Brand in einem Mehrfamilienhaus im niederbayerischen Reisbach ums Leben gekommen. „Wir sind traurig und geschockt. Das ist etwas sehr Schlimmes. Und es tut auch weh“, sagte der Reisbacher Bürgermeister Rolf-Peter Holzleitner am Samstag. Laut Polizei wurden außerdem 17 Bewohner und zwei Feuerwehrleute verletzt.

          Für die 20, 55 und 78 Jahre alten Frauen kam jede Hilfe zu spät. Sie waren laut Polizei nicht miteinander verwandt. Die 20-Jährige sei im siebten Monat schwanger gewesen, sagte ein Polizeisprecher. Das Kind sei noch durch einen Notkaiserschnitt entbunden worden. „Aber auch für das Kind kam jede Hilfe zu spät“, sagte er. Vier Verletzte außer Lebensgefahr kamen ins Krankenhaus.

          Wie genau es zu dem Feuer in dem Haus in der Ortsmitte der Gemeinde mit knapp 8000 Einwohnern kam, war zunächst unklar. Eine fahrlässige Brandursache lasse sich nicht ausschließen, teilte die Polizei mit. Hinweise auf eine Verursachung durch außen gebe es bisher nicht.

          Die Kriminalpolizei Landshut nahm Ermittlungen zur Brandursache auf. Brandermittler konnten zunächst aber noch nicht ins Gebäude. Die Löscharbeiten seien zwar beendet, das Haus werde aber noch von der Feuerwehr überprüft und abgesichert, sagte der Polizeisprecher.

          Das Feuer war in der Nacht gegen 2 Uhr ausgebrochen, laut Polizei war zunächst nur von einem Zimmerbrand die Rede gewesen. Feuer und Rauch hätten sich aber schnell ausgebreitet.

          Man denke an die Gestorbenen und an ihre Familien, die jetzt eine schwere Zeit vor sich haben, sagte Bürgermeister Holzleitner. „Was wiederum schön zu sehen ist, ist die Hilfsbereitschaft und dass man merkt, dass man in solchen Situationen zusammensteht. Das tut auch gut, das gibt auch Kraft.“ Es habe einen großen Zusammenhalt bei den Hilfskräften geben. Laut Polizei waren mehr als 250 Feuerwehrleute, Polizisten und Rettungskräfte im Einsatz.

          Auch von privater Seite habe es viele Anrufe gegeben, es seien Spenden, Kleidung und Unterkünfte angeboten worden, sagte Holzleitner. Manche Bewohner seien bei ihren Familien untergekommen, andere habe die Gemeinde in einem Hotel untergebracht. Laut Polizei sind 27 Menschen in dem Mehrfamilienhaus direkt neben der Kirche des Ortes gemeldet. Bewohner und Angehörige der Opfer wurden von einem Kriseninterventionsteam betreut. Die Polizei schätzt den Schaden auf einen mittleren bis hohen sechsstelligen Betrag.

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