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Rettung in Thailand : An der Höhle kommt die Gänsehaut

Ein Hoffnungsschimmer: Angehörige der verschollenen Fußballjungen halten ein Foto in den Händen, das vier der 13 Vermissten zeigt. Kurz zuvor hatten sie Nachricht erhalten, dass die Jungen gefunden worden waren. Bild: AFP

Kaum eine Geschichte hat die Menschen in diesem Jahr so gepackt wie das Schicksal der verschollenen Fußballjungen in Thailand. Nun wird der Berg ihrer Rettung zu einem Wallfahrtsort. Ein Besuch.

          9 Min.

          Ein echtes Wunder braucht eine Pilgerstätte. Einen Punkt, an dem Menschen etwas von der Möglichkeit des Unmöglichen zu spüren bekommen. Einen solchen Ort gibt es seit diesem Sommer im tiefen Norden Thailands, in der Provinz Chiang Rai, nahe dem Dorf Pong Pha. Weil sich hier die Länder Burma, Laos und Thailand treffen, ist das Gebiet als „Goldenes Dreieck“ bekannt. Der Name ist Synonym für illegale Aktivitäten; es ist eine wilde Gegend, in der über die Grenzen hinweg ein reger Handel mit Opium und Crystal Meth, mit Produkten bedrohter Tiere und den Frauen ethnischer Minderheiten stattfindet. Erst vor ein paar Tagen soll es eine Schießerei mit Toten gegeben haben.

          Till Fähnders

          Politischer Korrespondent für Südostasien.

          Dort, wo sich die verschiedenen Völker des thailändischen Nordens, aus Burma, Laos und dem chinesischen Südwesten treffen, führt von einer Asphaltstraße ein sandiger Weg den Berg hinauf. Zu Hunderten marschieren Touristen durch die tropische Hitze. Die Frauen und Männer tragen Sonnenhüte und Schirmmützen. Auch ein paar buddhistische Mönche in safranfarbenen Roben sind unterwegs. Sie laufen an Ständen vorbei, an denen die Bauern aus der Gegend Souvenirs, Gemüse und Blumen verkaufen.

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