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Notlandung geglückt : Defekter Flieger mit 130 Passagieren landet sicher in Madrid

  • Aktualisiert am

Rettungskräfte warten am Madrider Flughafen Barajas auf die Notlandung einer Boeing-Maschine von Air Canada. Bild: dpa

Wegen eines beschädigten Fahrwerks und Motors kreist ein Flieger knapp fünf Stunden lang über Madrid. Schließlich kommen die 130 Passagiere wieder gut am Boden an.

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          Ein Flugzeug, das mit 130 Passagieren an Bord am Montagnachmittag wegen eines beschädigten Reifens knapp fünf Stunden über ein Gebiet bei Madrid kreisen musste, ist nach Angaben des Flughafenbetreibers Aena sicher gelandet. Das Unternehmen schrieb auf Twitter, dass die Maschine ohne Zwischenfälle gelandet sei und nun von Mechanikern geprüft werde, wie die Passagiere das Flugzeug am besten verlassen könnten.

          Weil die Maschine vom Typ Boeing 767 der Fluggesellschaft Air Canada beim Start in der spanischen Hauptstadt größere Schäden an einem Fahrwerkrad erlitten habe, wurde am Montagabend eine Sicherheitslandung vorbereitet. Die spanische Flugsicherung ENAIRE teilte am Nachmittag mit, dass Teile eines beschädigten Reifens ein Triebwerk der Maschine getroffen und in Mitleidenschaft gezogen hätten.

          Die Madrider Stadtverwaltung hatte am Abend mitgeteilt, dass alle Sicherheitsvorkehrungen am Aeropuerto Adolfo Suárez getroffen worden seien. Nach Medienberichten begleitete eine Militärmaschine das kanadische Flugzeug bei der Sicherheitslandung.

          Noch zu viel Treibstoff

          Die Maschine war gegen 14.30 Uhr in Madrid gestartet und hätte eigentlich nach Toronto fliegen sollen. Der Pilot meldete den Schaden kurz nach dem Start und kündigte die Rückkehr nach Madrid an. Danach kreiste er knapp fünf Stunden über ein Gebiet südlich von Madrid, um vor der Sicherheitslandung Treibstoff zu verbrauchen und die Maschine leichter zu machen, teilten die zuständigen Behörden mit.

          Wegen der Sichtung von Drohnen war der Madrider Flughafen bereits am Montagnachmittag für etwa eineinhalb Stunden komplett gesperrt worden. Mit diesem Zwischenfall haben die Probleme am Flugzeug von Air Canada nach den vorliegenden Informationen aber nichts zu tun.

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