https://www.faz.net/-gum-9m55b

Nach Busunglück auf Madeira : Verletzte Urlauber in Deutschland gelandet

  • Aktualisiert am

Das Flugzeug der Luftwaffe mit 15 Verletzten an Bord landete am Samstagnachmittag in Köln. Bild: Reuters

Ein Airbus der Luftwaffe hat drei Tage nach dem schweren Busunglück 15 Verletzte zurück nach Deutschland gebracht. Am Vortag hatte es in Funchal einen Gedenkgottesdienst für die Opfer gegeben.

          1 Min.

          Nach dem schweren Busunglück auf der portugiesischen Ferieninsel Madeira sind 15 verletzte Deutsche in Köln gelandet. Wie die Luftwaffe via Twitter mitteilte, traf die medizinisch ausgerüstete Spezialmaschine der Bundeswehr am Samstag um kurz nach 17.00 Uhr ein. Das Flugzeug war am frühen Morgen nach Madeira aufgebrochen, um die Verletzten abzuholen.

          Der Reisebus mit Dutzenden deutschen Urlaubern war am frühen Mittwochabend in dem Ort Caniço von der Straße abgekommen, hatte sich überschlagen und war einen Abhang hinunter auf ein Haus gestürzt. Nach Angaben der portugiesischen Behörden kamen dabei 29 deutsche Touristen dabei ums Leben, 25 weitere wurden verletzt, außerdem zwei Portugiesen. Als Ursache gilt ein Bremsversagen als wahrscheinlich, offizielle Ermittlungsergebnisse gibt es aber noch nicht.

          „Portugal trauert, Deutschland trauert“

          Überlebende und ihre Angehörigen nahmen am Karfreitag in Funchal an einem Gedenkgottesdienst teil. Zu der Trauerfeier hatte die Pfarrerin der Deutschsprachigen Evangelischen Kirche auf der Atlantikinsel, Ilse Everlien Berardo, in der Kirche Igreja Presbiteriana eingeladen. Einige der Gäste hätten deutliche Verletzungen am Körper und im Gesicht gehabt, berichtete die Zeitung „Correio da Manhã“ am frühen Abend.

          Die 45-minütige Veranstaltung, an der auch Portugals Staatspräsident Marcelo Rebelo de Sousa teilnahm, fand hinter verschlossenen Türen statt. „Portugal trauert, Deutschland trauert, und die Solidarität kommt aus dem Herzen beider Nationen, und nicht nur dieser beiden Nationen“, sagte Berardo vor Beginn der Trauerfeier. „Wir sind dankbar für alle tröstlichen Worte.“

          An der Gedenkfeier für die 29 Toten des Busunglücks auf Madeira am Karfreitag nahm auch der portugiesische Präsident Marcelo Rebelo de Sousa teil.

          Derweil haben Rechtsmediziner haben die Autopsie der 29 Todesopfer abgeschlossen. Die Obduktion der überwiegend aus Deutschland stammenden Toten sei vom Nationalen Institut für Rechtsmedizin und Forensische Wissenschaften (INMLCF) in Zusammenarbeit mit der Polizei durchgeführt worden, zitierten portugiesische Medien eine Mitteilung des Justizministeriums vom Freitagabend.

          Im Laufe des Samstags würden aus Deutschland aber noch Akten mit Fingerabdrücken und zahnärztlichen Daten erwartet, die die endgültige Identifizierung der Toten ermöglichen sollen, hieß es. Wann Einzelheiten zu den Opfern und ihren Herkunftsorten bekanntgegeben werden sollen, wurde nicht bekannt.

          Topmeldungen

          Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) spricht in Salzgitter mit Journalisten.

          Nach Angriff auf Syrien : VW-Werk in der Türkei steht vor dem Aus

          Niedersachsens Ministerpräsident und VW-Aufsichtsrat Stephan Weil sieht wegen der türkischen Invasion keine Grundlage mehr für die geplante Milliardeninvestition. Das sei ein „Schlag ins Gesicht von Menschenrechten“.
          Luisa Neubauer: Die „Fridays for Future“-Bewegung wird medial vor allem von jungen Frauen repräsentiert.

          Shell-Jugendstudie : Es ist der Klimawandel, Dummkopf!

          „Eine Generation meldet sich zu Wort“: So heißt die 18. Shell-Jugendstudie. Eine neue Entwicklung stellten die Autoren nicht nur bei Themen fest, die Jugendlichen Sorgen bereiten – sondern auch bei den Geschlechterrollen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.