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Zwei Deutsche getötet : Busfahrer fuhr 70 Kilometer pro Stunde zu schnell

  • Aktualisiert am

Das Wrack des Busses, in dem zwei Deutsche ums Leben gekommen sind. Bild: AFP

Bei einem schweren Busunfall sind in Peru zwei Deutsche ums Leben gekommen. Insgesamt wurden 16 Menschen getötet und Dutzende verletzt. Nach Angaben des Busfahrers hätten die Bremsen versagt. Sein Arbeitgeber sieht die Schuld beim Fahrer.

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          Nach einem schweren Busunfall in Peru mit zwei toten Deutschen wirft der Leiter der peruanischen Verkehrsaufsichtsbehörde Ositran dem Fahrer vor, deutlich zu schnell unterwegs gewesen zu sein. In einer urbanen Zone mit Kurven und Abhang liege die Geschwindigkeitsgrenze bei 35 Kilometer in der Stunde. Nach Angaben des Transportunternehmens war der Bus jedoch mit 106 Kilometer pro Stunde unterwegs.

          Der Unfall hatte sich am Montag gegen 0.30 Uhr Ortszeit im Süden des Landes nahe der Stadt Arequipa ereignet. Dort war der Bus auf der Panamericana Sur von der Straße abgekommen und gegen acht parkende Fahrzeuge gekracht. 16 Menschen kamen ums Leben, weitere 50 wurden verletzt. Unter den Todesopfern sind auch zwei Deutsche, eine Frau und ein Mann im Alter von 28 und 30 Jahren.

          Der Fahrer des Busses, José Antonio Bonilla Capcha, überlebte den Unfall, wurde zunächst festgenommen und wies die Schuld von sich. In einem vom Fernsehsender Latina Televisión veröffentlichten Video erklärt der Fahrer, dass die Technik versagt habe. „Der Bus wird schneller, ich betätige die Kupplung, aber sie reagiert nicht, die Bremse reagiert nicht, deshalb fährt der Bus 90 Kilometer pro Stunde“, sagte Bonilla Capcha.

          Ein Anwalt des Transportunternehmens Cruz del Sur sagte, eine Untersuchung des GPS-Geräts habe ergeben, dass der Bus im Moment des Unfalls sogar 106 Kilometer pro Stunde schnell gewesen sein soll. Erlaubt sind auf peruanischen Schnellstraßen 90 Kilometer pro Stunde. Der Verkehrsaufsichtsbehörde Ositran zufolge hätte der Fahrer an der Unfallstelle aber nur 35 Kilometer pro Stunde fahren dürfen. Demnach wäre er also 71 Kilometer pro Stunde zu schnell gewesen.

          Der Geschäftsführer des Transportunternehmens, Luis Ramírez, sagte, der Fehler liege beim Fahrer. „Wir haben das Thema Ermüdung ausschließen können“, sagte er dem Sender Canal N. Auch einen technischen Fehler könne es nicht gegeben haben, da der Bus neu gewesen sei. „Man könnte es also als menschliches Versagen oder als menschlichen Fehler beschreiben und das werden wir nun gründlich untersuchen.“

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