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Dürre in Brandenburg : Brand in Lieberoser Heide weitet sich aus

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Die Löscharbeiten in der Lieberoser Heide gestalten sich schwierig. Bild: dpa

Seit Montag brennt es in der Lieberoser Heide. Die Löscharbeiten auf dem abermaligen munitionsbelasteten Truppenübungsplatz gestalten sich schwierig. Das liegt auch am Wetter.

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          Der Waldbrand in der Lieberoser Heide in Brandenburg hat sich auf 30 Hektar ausgeweitet. Gründe seien eine wechselnde Windrichtung und die große Trockenheit, sagte eine Sprecherin des Landkreises Dahme-Spreewald am Dienstagnachmittag. Insgesamt seien 215 Feuerwehrleute bei den Löscharbeiten im Einsatz.

          Nach dem Ausbruch des Waldbrandes in der Lieberoser Heide im Südosten Brandenburgs hatte sich die Feuerwehr von Anfang an auf einen länger anhaltenden Einsatz eingestellt. Einsatzleiter Christian Liebe sagte am Dienstag, die Brandbekämpfung werde nach seiner Einschätzung mindestens noch bis Mittwoch dauern. Regen sei erst für Donnerstag angesagt. Da das Gebiet mit Munition belastet ist, kann die Feuerwehr das Gelände nicht betreten, sondern nur von den Rändern aus löschen.

          Am Montag war der Brand in der Lieberoser Heide ausgebrochen. Zunächst war von einer Fläche von 13 Hektar die Rede gewesen. Gelöscht wird auch aus der Luft mit Hilfe eines Hubschraubers. Brandenburgs Forst- und Klimaschutzminister Axel Vogel (Grüne) forderte einen schnelleren Umbau des Waldes mit deutlich mehr Laubbäumen.

          Zweithöchste Warnstufe

          „Die Einsatzkräfte haben die Lage vor Ort im Griff“, sagte eine Sprecherin des Landkreises Dahme-Spreewald am Dienstag. Auch für die Bevölkerung bestehe keine Gefahr. Landrat Stephan Loge, der sich selber ein Bild von der Lage machte, sagte: „Erfahrungen der letzten Jahre zeigen uns, dass das Feuer durch die Unwägbarkeiten und die hohe Trockenheit heimtückisch ist.“ Im Sommer 2019 hatte die Feuerwehr tagelang gegen einen Waldbrand in der Lieberoser Heide – rund 30 Kilometer nördlich von Cottbus – gekämpft. Derzeit gilt im Kreis Dahme-Spreewald die Waldbrand-Warnstufe 4 – die zweithöchste.

          Brandenburgs Agrarminister Vogel betonte im RBB-Inforadio am Dienstag die Bedeutung des Waldumbaus. Noch immer gebe es 80 Prozent Kiefernwälder. „Laubbäume reinbringen ist das Gebot der Stunde.“ Insgesamt 600.000 Hektar Nadelwald müssten umgebaut werden, derzeit seien es aber weniger als 5000 Hektar pro Jahr. Das reiche nicht. Der Umbau müsse wegen des Klimawandels innerhalb einer Generation geschafft werden, sagte Vogel „Sonst haben wir vielleicht bald keine Wälder mehr in Brandenburg.“ Insgesamt hat Brandenburg mehr als eine Million Hektar Waldflächen.

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