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Staubstürme : Dicke Luft in Delhi

Auch ohne Staubstürme verschmutz: Delhi ist die Metropole mit der schlechtesten Luft auf der Welt. Bild: AFP

Die Bewohner der indischen Metropole Delhi leiden momentan unter schweren Staubstürmen. Die Bewohner bezeichnen die Luftqualität als „tödlich“.

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          Die berühmten Wahrzeichen und Gebäude Delhis sind in diesen Tagen kaum noch zu erkennen. Ein Vorhang aus braunem Staub und Sand hat sich über die Metropole gelegt. Viele Bewohner der indischen Hauptstadt klagen in den sozialen Netzwerken über die braune Suppe vor ihren Fenstern: „Ich bin aufgewacht und atmete Staub und nicht Luft“, schrieb eine Inderin bei Twitter. „Die Luftqualität in Delhi ist tödlich. Verschmutzung durch Staub im drückend heißen Sommer macht es noch schlimmer. Das Recht auf saubere Luft sollte ein Teil des ‚Rechts auf Leben‘ sein (wie es in der Verfassung steht)“, schrieb ein Inder.

          Till Fähnders

          Politischer Korrespondent für Südostasien.

          Dabei ist man in der Hauptstadt durchaus schon an schlechte Luft gewöhnt. Delhi ist die Megastadt mit der schlechtesten Luft auf der Welt. Nach Studien sterben in Indien Millionen Menschen an den Folgen der starken Verschmutzung. Doch die Luft ist normalerweise im Winter besonders schlecht, wenn die Bauern auf ihren Feldern Erntereste verbrennen und sich der Rauch mit den Abgasen der Autos vermischt.

          Diesmal sollen Staubstürme aus dem Nachbarstaat Rajasthan und ein verspäteter Monsun für die dicke Luft verantwortlich sein. Teilweise war die Feinstaubbelastung in der Hauptstadtregion zuletzt sogar bis zu 20 Mal höher als die Werte, die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als gerade noch gesund eingestuft werden. Die Behörden ergriffen Notmaßnahmen, darunter einen dreitägigen Arbeitsstopp auf den Baustellen. Außerdem wurden die Straßen mit Wasser besprenkelt. Nun gibt es Hoffnung, dass starke Winde den Staub bald aus der Stadt fegen könnten.

          Staub überall: Die indische Hauptstadt liegt im Nebel. Bilderstrecke

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