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Tödlicher Unfall in Berlin : Kein Rettungswagen stand bereit

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Blumen und Kerzen liegen am Ort des Unfalls, bei dem eine Fünfzehnjährige am Samstag ums Leben kam. Bild: dpa

In Berlin ist eine 15 Jahre alte Jugendliche bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen. Als die Feuerwehr alarmiert wurde, war zunächst kein Rettungswagen verfügbar. Der Unfall löst eine Diskussion aus.

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          Zwei Tage nach einem tödlichen Verkehrsunfall, bei dem in Berlin ein 15 Jahre altes Mädchen zu Tode kam, ermittelt die Polizei weiter nach der Ursache. Die Jugendliche war am Samstagabend zusammen mit einer 14 Jahre alten Freundin von einem Doppeldeckerbus im Ortsteil Lankwitz erfasst und unter ihm eingeklemmt worden.

          Die Mädchen waren mutmaßlich bei roter Ampel über die Straße gelaufen. Sie mussten mit Spezialtechnik der Feuerwehr geborgen werden, die den Bus mit Hebekissen und einem Kranwagen anhob. Die Fünfzehnjährige war zu diesem Zeitpunkt schon tot; für sie kam jede Hilfe zu spät, sagte ein Polizeisprecher. Die Freundin wurde mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht und ist außer Lebensgefahr.

          Der Unfall heizt eine Diskussion über den Zustand der Rettungsdienste in Berlin an. Denn als die Feuerwehr alarmiert wurde, stand nach Angaben der Feuerwehr kein Rettungswagen im Stadtgebiet zur Verfügung.

          Ein Notarzt erreichte den Unfallort nach etwa zehn Minuten, kurze Zeit später kamen drei Löschfahrzeuge der Feuerwehr an. Ein Rettungswagen brauchte allerdings gut 20 Minuten.

          In Berlin gibt es fast jeden Tag zu wenig Rettungswagen. Die Feuerwehr rief an 300 Tagen den Ausnahmezustand aus. Dieser Fall tritt ein, wenn es mehr Notrufe als verfügbare Rettungs­wagen gibt. Das hängt auch damit zusammen, dass der Notruf oft im Fall von Bagatellverletzungen oder einfachen Erkrankungen missbraucht wird.

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