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Explosion in chinesischer Mine : Lebenszeichen nach sieben Tagen im Minenschacht

Rettungskräfte bohren ein Loch am Explosionsort einer Goldmine in Qixia nahe Yantai (Provinz Shandong). Bild: dpa

Sieben Tage harren sie schon verschüttet in einer Goldmine aus: Zwölf Bergleute konnten jetzt eine Notiz an die Oberfläche schicken.

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          Sieben Tage nach der Explosion in einer Goldmine im Osten Chinas haben Rettungskräfte Lebenszeichen von zwölf verschütteten Bergleuten bekommen. Wie die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua am Montag meldete, machten sich die Überlebenden am Sonntag durch Klopfzeichen und durch Ziehen an jenen Seilen bemerkbar, mit denen die Rettungskräfte Flüssignahrung in den Schacht hinuntergelassen hatten.

          Friederike Böge

          Politische Korrespondentin für Ostasien.

          Daraufhin habe man den Eingeschlossenen Papier und Bleistift zukommen lassen, um eine Kommunikation zu ermöglichen. „Wir brauchen dringend Medizin, Verbandszeug und Desinfektionsmittel für Wunden“ stand auf einem handgeschriebenen Zettel, den die Rettungskräfte vor laufenden Kameras in einer Kapsel nach oben zogen. „Es herrscht Sauerstoffmangel, es gibt viel Rauch.“ Auch sei viel Wasser in den Schacht gelaufen.

          Nach den Schilderungen der Bergleute harren auf einer Ebene elf Kumpel aus, ein weiterer befindet sich offenbar in ihrer Hör- oder Sichtweite. In welcher Lage sich die übrigen zehn vermissten Minenarbeiter befänden, sei unklar, heißt es in der Notiz.

          Zettel von Verschütteten in einer Goldmine in Qixia nahe Yantai (Provinz Shandong)
          Zettel von Verschütteten in einer Goldmine in Qixia nahe Yantai (Provinz Shandong) : Bild: dpa

          Nach Angaben der Provinzregierung von Shandong hatten die Rettungskräfte wertvolle Zeit verloren, weil die örtlichen Behörden der Stadt Qixia die Explosion in der Mine erst mit 30 Stunden Verspätung gemeldet hätten. Der Parteichef und der Bürgermeister von Qixia seien daraufhin entlassen worden. Auch die Shandong Wucailong Investment Company, der die Mine gehört, sei „kritisiert“ worden. Das Unternehmen hat sich bisher nicht öffentlich zu dem Unfall geäußert. Laut einem Bericht des Staatsfernsehens sind mehr als 530 Helfer an den Rettungsarbeiten beteiligt, die am Montagabend anhielten. In China gibt es regelmäßig Bergbauunfälle, weil Arbeitssicherheitsstandards häufig nicht eingehalten werden.

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