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Bahnunfall : Tote und Verletzte bei Zugunglück in Frankreich

  • Aktualisiert am

Aus Vogelperspektive wird die Wucht des Zusammenpralls sichtbar Bild: JEAN-CLAUDE ERNST

Bei einem Zugunglück in Frankreich sind am Mittwoch mindestens zwölf Menschen ums Leben gekommen. Die Kollision zweier Züge ereignete sich im Département Moselle nahe der luxemburgischen Grenze.

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          Bei einem schweren Zugunglück im lothringischen Zoufftgen sind am späten Mittwochvormittag nach neuen Angaben zwölf Menschen ums Leben gekommen und 21 verletzt worden, einige davon schwer. Unter den Toten seien neun Reisende sowie die beiden Lokführer und ein Gleisarbeiter, teilte der lothringische Krisenstab mit. Mehr als 100 Rettungskräfte aus Frankreich und Luxemburg waren vor Ort, um Tote und Verletzte zu bergen.

          Ein aus Luxemburg in Richtung Nancy fahrender doppelstöckiger Regionalexpress stieß frontal mit einem aus Thionville kommenden Güterzug zusammen. Die Lokomotiven waren völlig ineinander verkeilt; den Rettungskräften bot sich ein Bild des Grauens. Hubschrauber brachten die Verletzen in umliegende Krankenhäuser.

          Fehler bei der Weichenstellung nicht ausgeschlossen

          Zeugen beschrieben „apokalyptische Szenen“. Die Züge seien nur noch ein „Riesenhaufen aus ineinandergeschobenem Metall“, berichtete der Vizepräsident des lothringischen Regionalparlaments, Bertrand Mertz. Er schloss einen Fehler bei der Weichenstellung durch Bahnbedienstete in Luxemburg nicht aus. Ein Sprecher der CFL sagte dazu, bisher habe er „keinerlei Angaben“ zu den Unfallursachen. Die Angaben über eine möglicherweise falsche Weichenstellung könne er „weder bestätigen noch dementieren“.

          Bild: dpa

          Der Unfall habe sich in der Nähe einer Baustelle ereignet, teilte ein Sprecher der Bahngesellschaft SNCF mit. Auf Grund der Bauarbeiten war nur eine Fahrspur in Betrieb, der Zugverkehr verlief abwechselnd in beide Richtungen. Ersten Untersuchungen zufolge soll eine falsche Weichenstellung auf luxemburgischer Seite den Unfall verursacht haben.

          Chirac fordert schnelle und umfassende Aufklärung

          Der französische Güterzug habe freie Fahrt gehabt. Zoufftgen liegt keine 20 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt. Staatspräsident Jacques Chirac forderte eine schnelle und umfassende Aufklärung des Unfallherganges und sprach den Angehörigen der Opfer sein Beileid aus. Premierminister Dominique de Villepin verschob seine für Mittwochnachmittag geplante Dienstreise auf die Antillen um mehrere Stunden, um sich an der Unglücksstelle über den Unfall zu informieren.

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