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Australische Buschfeuer : Rauch wird einmal um die Erde ziehen

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Rauchschwaden der australischen Waldbrände ziehen über den Ozean – steigende Meerestemperaturen gehören zu den Hauptgründen für Naturkatastrophen. Bild: dpa

Die Rauchschwaden der australischen Feuer breiten sich mittlerweile global aus. In Melbourne lösen sie Rauchmelder aus.

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          Der Rauch der australischen Buschfeuer hat sich mittlerweile so weit ausgebreitet, dass die Rauchschwaden mindestens einmal um die Erde ziehen werden. Wie die Nasa mitteilte, haben Satelliten in der vergangenen Woche eine außergewöhnliche Menge an Rauch beobachtet, der durch die australischen Brände in Richtung Osten in die Atmosphäre aufgestiegen ist. Bereits am 8. Januar hatten sie halbe Erde umrundet.

          Berichten des Sydney Morning Herald zufolge haben die großen australischen Städte immer noch mit der schlechten Luftqualität durch Buschfeuerrauch zu kämpfen. In der Nacht zu Dienstag sei laut der internationalen Datenbank IQ Air die Luftqualität in Melbourne die schlechteste auf der ganzen Welt gewesen, sagte Victorias Gesundheitsbehördenchef, Brett Sutton. Gemessen wird dabei unter anderem die Belastung mit Feinstaub. Für die Bewohner war es der zweite Tag in Folge mit besonders dicker Luft. Ihnen wurde geraten, drinnen zu bleiben. Der Qualm löste im Stadtgebiet Feuermelder aus. Fernsehbilder zeigten, dass die Leute Schutzmasken trugen.

          Auch Australian Open beeinträchtigt

          Die aktuell schlechte Luftqualität beeinflusst auch die Australian Open, eines der wichtigsten Tennisturniere der Welt. Einige Spielerinnen litten massiv unter der Feinstaubbelastung, das Training wurde zeitweise unterbrochen und die ersten Qualifikationsspiele verzögerten sich. Die einstige Nummer eins Maria Scharapowa beendete ein Showmatch, bei der Qualifikation für die Australian Open gab die Slowenin Dalila Jakupovic in der ersten Runde nach einem Hustenanfall auf. Die 28 Jahre alte Sportlerin klagte danach, es sei „nicht fair“, dass die Spielerinnen und Spieler unter solchen Bedingungen antreten müssten. Das erste Grand-Slam-Tennisturnier des Jahres soll am 20. Januar beginnen.

          Am Mittwoch könnte Wind gegen den Qualm helfen. Melbourne liegt an der Südostküste Australiens, hat um die 5
          Millionen Einwohner und ist die Hauptstadt des Bundesstaats Victoria - der besonders von den Buschbränden betroffen ist. Auch auf das nahegelegene Neuseeland hat der Rauch dramatische Auswirkungen. Nasa-Satelliten zeigen, dass sich der Rauch mehr als 6500 Kilometer von Australien entfernt hat, wobei ein Teil davon Chile erreicht hat. Dort verursacht er laut Nasa ein dunstigen Himmel und farbenfrohe Sonnenuntergänge.

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