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Australien : Neuer Flutalarm in Queensland

  • Aktualisiert am

Überschwemmte Felder bei Rockhampton Bild: dpa

Im australischen Bundesstaat Queensland gibt es abermals akuten Flutalarm. Am Donnerstag fürchteten die Einwohner der Ortschaft St. George, dass die Dämme am Fluss Balonne den Wassermassen nicht mehr standhalten. Anderswo beginnen die Aufräumarbeiten.

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          Im immer noch strömenden Regen haben in australischen Hochwasser-Gebieten die Aufräumarbeiten begonnen. Trotz neuer Gewitter gingen die Pegelstände in einigen Regionen langsam zurück und das Ausmaß der Katastrophe wurde immer deutlicher. Die Behörden forderten die Menschen dennoch auf, noch nicht in ihre Häuser zurückzukehren. In vielen Gebieten wird das Hochwasser voraussichtlich noch mindestens eine weitere Woche anhalten.

          „Es ist wichtig, daran zu denken, dass das noch nicht vorbei ist“, sagte der Bürgermeister von Rockhampton, Brad Carter. In Queensland mussten rund 4000 Menschen ihre Häuser verlassen, seit die Regenfälle kurz vor Weihnachten einsetzten. Rund 1200 Häuser wurden überflutet, weitere 10.700 wurden beschädigt. Das Überschwemmungsgebiet ist größer als Deutschland und Frankreich zusammen.

          Die Schäden durch das Hochwasser waren noch nicht abzusehen. Die Ministerpräsidentin der Region Queensland, Anna Bligh, rechnete mit bis zu fünf Milliarden Dollar für den Wiederaufbau der Häuser, Unternehmen und der Infrastruktur. Drei Viertel der staatlichen Kohlebergwerke in der Region sind geschlossen, die Ernte zerstört.

          In der Stadt hat sich die Lage etwas entspannt

          Weitere Regenfälle angekündigt

          Die vom Hochwasser betroffenen fast 200.000 Menschen konnten sich doch zunächst darüber freuen, dass die Pegel sinken. So ging der Fitzroy River in Rockhampton zurück. Der Fluss hatte 3.000 Grundstücke in der Stadt überflutet, in 200 Häusern stand das Wasser im Erdgeschoss. Der Bürgermeister kündigte an, die Aufräumarbeiten und Reparaturen würden lange dauern. „Ich denke, das könnte sich über zwölf Monate hinziehen“, sagte Carter.

          Andere Regionen bereiteten sich noch auf den Höhepunkt der Flutwelle vor. Am Donnerstag fürchteten die Einwohner der Ortschaft St. George, dass die Dämme am Fluss Balonne den Wassermassen nicht mehr standhalten. Brechen die Dämme, wird die Ortschaft zu 80 Prozent im Wasser versinken. Die 3000 Einwohner füllten am Donnerstag Sandsäcke, um die Dämme am Fluss zu verstärken. Die Ortschaft war erst im März überflutet worden. „Es zehrt an den Nerven, dass wir kaum mehr tun können als abzuwarten“, sagte Einwohnerin Ella Worboys im Rundfunk.

          Andernorts verzögerten neue Stürme eine zügige Rückkehr der Menschen. Die 150 Bewohner der im Südwesten gelegenen Gemeinde Condamine hatten gehofft, bereits am Donnerstag wieder nach Hause zurückzukehren. Sie waren vor einer Woche über den Luftweg in Sicherheit gebracht worden, nachdem der Condamine River 42 der 60 Häuser überflutet hatte. Allerdings wurden aufgrund eines aufkommenden Sturms am Mittwochnachmittag Straßen geschlossen. Hinzu kommen Vorhersagen, wonach am Wochenende mit Regenfälle gerechnet werden muss. Die Rückkehr der Bewohner von Condamine droht sich damit noch weiter zu verzögern.

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