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Auf Werksgelände : Viele Verletzte bei Sprengstoff-Explosionen in Russland

  • Aktualisiert am

Eine Rauchwolke steigt über Dserschinsk auf. Bild: dpa

In der russischen Stadt Dserschinsk ist es auf dem Gelände eines Munitionsbetriebes zu zwei schweren Explosionen gekommen. Es ist nicht das erste Unglück dieser Art in Russland.

          Bei mehreren Sprengstoff-Explosionen in einem Munitionsbetrieb in der russischen Stadt Dserschinsk sind mindestens 27 Menschen verletzt worden. Werksmitarbeiter und Bewohner benachbarter Häuser hätten medizinische Hilfe gebraucht, teilte die Gesundheitsbehörde der Region der Agentur Interfax zufolge mit. Zwei Menschen galten als vermisst.

          In russischen Medien waren eine riesige Rauchwolke sowie Feuer zu sehen. Die Explosionen geschahen demnach am Samstag bei der Firma Kristall, die für das Militär unter anderem Bomben herstellt sowie auch Sprengsätze für zivile Zwecke. Dserschinsk liegt rund 400 Kilometer östlich von Moskau.

          Große Teile des Werks seien komplett zerstört worden, hieß es. Auf Videos mit Tonspur war die schwere Erschütterung zu hören. Anwohner der Stadt wurden aufgerufen, ihre Fenster geschlossen zu halten. Teils seien auch Fenster benachbarter Häuser infolge der Druckwelle geborsten, hieß es. Das Feuer war auch nach Stunden noch nicht gelöscht. Zudem wurden weitere Explosionen nicht ausgeschlossen.

          Gebietsgouverneur Gleb Nikitin habe einen Sonderstab eingerichtet, meldete Interfax. Er sei auf dem Weg an die Unglücksstelle. Die Hintergründe der Explosionen waren noch unklar.

          In Russland kommt es immer wieder zu verheerenden Unglücken mit vielen Toten und Verletzten. Ursache dafür ist oft, dass elementarste Sicherheitsvorkehrungen nicht eingehalten werden. Allein seit 2014 habe es in Russland in Werken für Sprengstoffherstellung fast ein Dutzend ähnlicher Explosionen gegeben, listete die Staatsagentur Tass in einem Dossier auf.

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