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22 Menschen starben : Anzeigen gegen Veranstalter nach Vulkanausbruch in Neuseeland

  • Aktualisiert am

Blick auf den rauchenden Vulkan auf White Island von einem Boot aus Bild: dpa

Die Angeklagten sollen ihren Sicherheitsverpflichtungen nicht ausreichend nachgekommen sein. Trotz erhöhter Warnstufe hatten sich im Dezember 2019 47 Touristen auf White Island befunden, als der Vulkan ausbrach.

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          Fast ein Jahr nach dem tödlichen Ausbruch des White-Island-Vulkans hat Neuseelands Arbeitsschutzbehörde vor Gericht Klage gegen zehn Reiseveranstalter und drei Verantwortliche der beteiligten Unternehmen und Organisationen eingereicht. Ihnen wird vorgeworfen, ihren Sicherheitsverpflichtungen nicht ausreichend nachgekommen zu sein, indem sie Touristen auf die aktive Vulkaninsel gebracht hatten.

          In Folge des Ausbruchs waren 22 Menschen ums Leben gekommen, 25 weitere wurden teilweise schwer verletzt. Erst vergangene Woche war bekannt geworden, dass im Juli ein Tourist aus Deutschland an den Folgen seiner Verletzungen gestorben war.

          Kurz vor dem Ausbruch hatten Fachleute erhöhte Aktivität an dem Vulkan festgestellt und die Warnstufe erhöht. Trotzdem waren zum Zeitpunkt des Ausbruchs 47 Menschen auf der Insel, die meisten davon Australier, die auf dem Kreuzfahrtschiff „Ovation of the Seas“ gereist waren.

          „Diejenigen, die die Insel besuchten, hatten die begründete Erwartung, dass es angemessene Verfahren gab, die ihnen eine gesunde und sichere Rückkehr nach Hause garantierten“, sagte der Behördenleiter Phil Parkes. Der Ausbruch sei zwar ein unerwartetes Ereignis gewesen, aber das bedeute nicht, dass es unvorhersehbar war, sagte Parkes. Den Veranstaltern und Unternehmensverantwortlichen drohen nun hohe Geldstrafen.

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