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Dürre geht weiter : Kapstadt muss Wasserversorgung reduzieren

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Der Wasserpegel im Molteno Reservoir im Zentrum von Kapstadt war bereits am 15.12.2017 besonders niedrig. Bild: dpa

Kapstadts schlimmste Dürre seit Jahrhunderten hält an. Für die Bewohner wird das zum Jahreswechsel drastische Folgen haben.

          In Südafrikas Touristenmetropole Kapstadt wird die Wasserversorgung wegen einer Dürre nochmals drastisch reduziert. Ab dem ersten Januar sollen am Ende des Monats nur noch 10.500 Liter Wasserbrauch auf der Rechnung eines Haushalts stehen. Haushalte, die mehr verbrauchen, sollen mit Bußgeldern belegt werden.

          Das entspräche bei der realistischen Annahme von etwa sieben bis acht Bewohnern pro Haushalt nur noch gut 40 Litern Trinkwasser pro Tag und Person. Das wären nur noch etwa halb so viel wie bis Ende Dezember, als es noch 20.000 Liter pro Haushalt waren, rund 87 Liter pro Person und Tag.

          Nach wie vor sollen Menschen in Kapstadt zwar noch etwa 87 Liter verbrauchen dürfen, nun aber zusammengenommen im eigenen Haushalt, bei der Arbeit und unterwegs. Das Wasser muss fürs Trinken, Kochen, Putzen, Duschen und sogar für die Toilettenspülung reichen. Unternehmen müssen ihren Wasserverbrauch der Stadtverwaltung zufolge je nach Sektor zwischen 45 Prozent und 60 Prozent reduzieren.

          Der Grund für die Maßnahme ist die schlimmste Dürre in der Region seit Jahrhunderten. Kapstadt und die Provinz Westkap locken jährlich rund fünf Millionen Touristen an, darunter Hunderttausende Deutsche.

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