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Amerikanische Raumfahrt : Spaceship Two stürzt über Kalifornien ab

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Testflug im September 2013: Das „SpaceShip Two“ von Virgin Galactic über der Mojave-Wüste Bild: Picture-Alliance/MarsScientific.com and Clay Cent

Es ist das zweite Unglück binnen einer Woche. Nach dem Raumfrachter Cygnus stürzt die Raumfähre Spaceship Two bei einem Testflug über der Mojave-Wüste ab. Der Co-Pilot kam offenbar ums Leben.

          Über dem amerikanischen Bundesstaat Kalifornien ist am Freitag eine Raumfähre abgestürzt. Der Verlust von Spaceship Two sei Folge einer „ernsten Anomalie“ bei einem Testflug gewesen, teilte das Unternehmen Virgin Galactic auf dem Kurznachrichtendienst Twitter mit. Sie habe zu dem Verlust geführt. Laut Behördenangaben kam der Co-Pilot der Raumfähre bei dem Absturz ums Leben. Der Pilot habe sich mit dem Schleudersitz retten können und sei verletzt in ein Krankenhaus eingeliefert worden, sagte ein Sprecher des örtlichen Sheriffs.

          Der Nachrichtensender CNN zeigte Bilder mehrerer Wrackteile in der Mojave-Wüste. Spaceship Two wurde den Informationen zufolge zunächst von einem Trägerflugzeug (White Knight Two) in rund 15 Kilometer Höhe getragen und dann ausgeklinkt. Die Katastrophe ereignete sich offenbar kurz nach dieser Prozedur und nachdem der Raumgleiter seinen Raketenantrieb gezündet hatte. Die amerikanische Flugkontrollbehörde FAA teilte mit, kurz nach der Abkoppelung den Kontakt zu dem Raumflugzeug verloren zu haben. White Knight Two sei sicher gelandet, so Virgin Galactic. Das Flugzeugduo hob zuvor von einem Flughafen rund 150 Kilometer nördlich von Los Angeles ab.

          Spaceship Two hatte seinen ersten Testflug im Frühjahr 2013 absolviert und war seitdem mehr als 30 Mal probeweise im Einsatz. Das Raumschiff bietet Platz für sechs Passagiere. Die Firma arbeitet seit Jahren daran, kommerzielle Flüge an die Grenze zum Weltraum anzubieten. Hunderte Interessierte haben bereits ein Ticket reserviert und dafür eine Anzahlung von 200.000 Dollar geleistet. Aus Bullaugen sollten sie aus bis zu 150 Kilometern Höhe auf die Erde herabschauen und mehrere Minuten Schwerelosigkeit erleben können.

          Die Entwicklung wird von den Firmen Virgin Galactic und Scaled Composites finanziert. Hinter dem Projekt steht unter anderem der britische Unternehmer und Milliardär Richard Branson.

          Bei dem Absturz handelt es sich um den zweiten Zwischenfall eines kommerziellen Raumfahrtunternehmens binnen einer Woche. Am Dienstagabend war eine Trägerrakte von Orbital Sciences mit dem Raumfrachter Cygnus wenige Sekunden nach dem Start in Richtung der Internationalen Raumstation ISS in Virginia explodiert.

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