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Nach Unfall in Arizona : Behörden zeigen Video zu tödlichem Uber-Unfall

  • -Aktualisiert am

Selbstfahrendes Auto von Uber. Bild: AFP

Die Polizei glaubt, dass Uber nicht schuld ist an dem tödlichen Unfall mit einem autonomen Wagen. Dennoch bleiben Fragen offen.

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          In der Stadt Tempe, im amerikanischen Bundesstaat Arizona war es am Sonntagabend zu einem tödlichen Unfall mit einem autonom fahrenden Auto des Fahrdienstes Uber gekommen. Um 22 Uhr hatte das selbstfahrende Auto eine Fußgängerin, die mit ihrem Fahrrad die Straße überquerte, ungebremst erfasst. Die Frau erlag im Krankenhaus ihren Verletzungen. Damit hat ein Auto im autonomen Fahrmodus zum Ersten mal eine Fußgängerin getötet.

          Teile der Videoaufnahmen hat die Polizei von Tempe jetzt auf Twitter veröffentlicht. Darin ist zu sehen, wie die Frau erst kurz vor dem Aufprall vor den Scheinwerfern des selbstfahrenden Volvo auftaucht. Die auf den Fahrer gerichtete Innenkamera zeigt, dass dieser vor dem Unfall abgelenkt ist und nach unten schaut – vermutlich auf sein Smartphone.

          Der Vorfall hat auch die Debatte um die Schuldfrage bei Unfällen mit Roboterautos angeheizt – und um die Sicherheit der Technik. Nach Sichtung der Videoaufnahmen glauben die amerikanischen Behörden nicht an der Schuld des Fahrdienstes an dem Unfall. Die Polizeichefin von Tempe, Sylvia Moir begründete dies am Montagabend damit, dass die Frau aus dem Schatten auf die Fahrbahn getreten sei. Der Unfall sei somit schwer zu verhindern gewesen – egal ob das Auto manuell oder autonom gesteuert worden wäre. Abschließend beurteilen müsse das allerdings die Staatsanwaltschaft, sagte Moir.

          Zu klären bleibt, welche Rolle der Sicherheitsfahrer bei den autonomen Testfahrten spielt. Laut eines Berichts der New York Times empfehlen Unternehmen ihren Testfahrern, die Hände nahe am Lenkrad zu haben, um im Notfall schnell eingreifen zu können. Unabhängig davon, ob der Fahrer in Tempe eingreifen hätte können – aufmerksam und auf einen möglichen Vorfall vorbereitet wirkt er nicht.

          Bisher wurden auch noch keine Angaben dazu gemacht, ob die Technik die Frau erkennen hätte können. Uber rüstet seine autonomen Autos mit Lidar-Sensoren, einer Lasertechnik aus. Mithilfe dieser sollen die Autos ihre Umgebung auf mehrere hundert Meter Entfernung erkennen. Die Sensoren sind eigentlich bekannt dafür, dass sie auch im Dunkeln einwandfrei funktionieren. Die Technik ist damit deutlich besser als Videokameras, die auf gute Lichtverhältnisse angewiesen sind. Uber hat seine Testfahrten mit autonomen Autos vorerst eingestellt und angekündigt, die Behörden bei der Aufklärung des Unfalls zu unterstützen.

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