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Rettungsaktion : Frau und Kinder irren mehr als einen Monat lang durch Regenwald

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Im Dickicht des Amazonas-Regenwalds irrte die Familie mehrere Wochen umher. Bild: obs/Santander Consumer Bank AG/Gustavo Frazao

Eine kolumbianische Frau und ihre drei Kinder hatten sich nach einem Gewitter im Dschungel verlaufen. Nach 37 Tage wurden sie gefunden.

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          Nach mehr als einem Monat sind eine zuvor vermisste Frau und ihre Kinder aus dem Regenwald im Amazonasgebiet gerettet worden. Die 40 Jahre alte Kolumbianerin und ihre Kinder im Alter von zehn, zwölf und 14 Jahren hatten sich am 19. Dezember vergangenen Jahres bei einem Ausflug im kolumbianischen Teil des Regenwaldes verlaufen, wie die Zeitung „El Tiempo“ am Montag berichtete.

          Sie wurden bei einem schweren Gewitter vom Familienvater getrennt und irrten 37 Tage im Dschungel umher. Während dieser Zeit ernährten sie sich vor allem von Beeren. Der Vater hatte das Verschwinden den Behörden gemeldet und reichte Beschwerde ein, als er fünf Tage später noch immer keine Nachricht hatte, wie er der kubanischen Zeitung mitteilte.

          Die Frau war der Überzeugung, sie würde mit ihren Kindern im Regenwald sterben, wie sie gegenüber „El Tiempo“ sagte. Die Familie hielt sich an einem Strand am Fluss Putumayo auf, der die Grenze zwischen Kolumbien und Peru bildet. Dort wurde sie am 24. Januar von einem Fischer gefunden. Dieser brachte sie nach Angaben der Zeitung in eine sichere Gemeinde zu einer indigenen Gruppe in Peru. Die Ureinwohner veröffentlichten daraufhin ein Foto der Familie auf Facebook und der Vater alarmierte die kolumbianische und die peruanische Marine.

          Zwei Tage später wurde die Familie mit einem Luftkissenboot abgeholt und in ein Krankenhaus gebracht. Nach Angaben von „El Tiempo“ waren sie unterernährt, litten unter Parasitenbefall und Verletzungen an den Füßen. Am meisten zu schaffen gemacht hätten den Kindern der Befall mit Fliegenmaden, die sich unter der Haut einnisten. Nach Aussagen des Krankenhauses sei die Situation alarmierend gewesen. Wie „El Tiempo“ weiter berichtet, kümmert sich die Familienwohlfahrt um die Kinder und bemüht sich um Aufklärung, wie die Familie mehr als einen Monat im Dschungel vermisst werden konnte.

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