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Katastrophal restauriert : Amateure malen spanischer Heiligen-Statue ein Comic-Gesicht

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Auf die unprofessionelle Restaurierung folgte Spott im Internet. Bild: EPA

Der gescheiterte Versuch einer Rentnerin, ein Jesus-Fresko zu restaurieren, hatte für viel Spott gesorgt. Nun hat eine Kirche in Nordspanien eine Statue „restaurieren“ lassen – mit zweifelhaftem Ergebnis.

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          Eine Skulptur des Heiligen Georg, die nach ihrer „Restaurierung“ einer Comicfigur ähnelt, sorgt derzeit in Spanien für Spott und Empörung. Der berittene Heilige erfreut sich nun einer leuchtend rosafarbenen Haut und gezupft anmutender Augenbrauen. Vorher-nachher-Aufnahmen der Statue wurden in den sozialen Netzwerken schnell zum Hit. Kunstexperten sind entrüstet.

          Rosig mit gezupften Augenbrauen: Der Heilige Georg in Estella nach der „Restaurierung“

          Die Skulptur aus der Sankt-Michaels-Kirche in der nordwestspanischen Kleinstadt Estella ist als Kulturerbe klassifiziert. Dementsprechend hätte die zuständige Regionalregierung von Navarro der Bearbeitung zustimmen müssen. „Es handelt sich um ein interessantes Stück, ungefähr aus dem Jahr 1500 und gut erhalten“, sagte Carlos Martínez Álava, der in Navarro für historische Kunstschätze zuständig ist, der Nachrichtenagentur AFP.

          Die Restaurierung sei jedoch unprofessionell und ohne Kontrolle geschehen. „Sie haben die Originalfarbe aus dem 16. Jahrhundert mit frischer Farbe überdeckt und anscheinend ist auch geschliffen und gekratzt worden, was nicht den gängigen Praktiken der Restauration entspricht“, kritisierte Martínez Álava. Sein Team versuche nun, die „Restaurierung“ rückgängig zu machen.

          Kirche bleibt geschlossen

          Auf den Spott im Internet folgte Empörung der Behörden und der Kunstszene. „Wir können keine weiteren Angriffe auf das kulturelle Erbe zulassen“, erboste sich die spanische Vereinigung von Restauratoren und drohte mit rechtlichen Schritten.

          Die Skulptur wurde mittlerweile verdeckt und die Sankt-Michaels-Kirche für Besucher geschlossen. „Wir möchten nicht, dass (die Kirche) zu einem Pilgerort wie in Borja wird“, sagte der Bürgermeister des 13.000-Einwohner-Städtchens, Koldo Leoz.

          Denn die Geschichte erinnert unweigerlich an die der Rentnerin Cecilia Giménez aus dem kleinen nordspanischen Dorf Borja: Giménez hatte 2012 auf eigene Faust ein über 100 Jahre altes Jesus-Fresko „restauriert“. Das Ergebnis war so katastrophal, dass es sich weltweit im Internet verbreitete. Heute ist das verschandelte Fresko, das Jesus als affenähnliches Wesen mit Knopfäuglein und einem Klecks als Mund zeigt, eine Touristenattraktion.

          Vorher: Die Holzfigur in der St. Michaels Kirche in Estella galt als guterhaltenes Werk des 16. Jahrhunderts.

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