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Absturz in Ägypten : Flugzeugwrack und Flugschreiber im Roten Meer entdeckt

  • Aktualisiert am

Flugzeugteile treiben auf dem Roten Meer Bild: dpa/dpaweb

Das Wrack der vor drei Tagen in Ägypten abgestürzten Maschine und die „Black Box“ wurden geortet. Am Mittwoch fliegen die französischen Angehörigen und Außenminister de Villepin zu den Trauerfeiern für die Opfer.

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          Französische Taucher haben drei Tage nach dem Absturz vor der Küste von Scharm el Scheich am Dienstag den Flugschreiber der abgestürzten Maschine von „Flash Airlines“ entdeckt. Zu den Trauerfeiern für die Opfer des Flugzeugabsturzes von Scharm el Scheich fliegen die französischen Angehörigen und Außenminister Dominique de Villepin am Mittwoch nach Ägpten.

          Nach Angaben der ägyptischen Nachrichtenagentur Mena konnten das Wrack und die „Black Box“ durch die Signale geortet werden, die das Gerät nach einem Aufprall aussendet, berichtete die Agentur unter Berufung auf französische Informanten in Kairo. Der ägyptische Rettungsexperte Hamdi Samy betonte, das Wrack der Unglücksmaschine ruhe „sicherlich sehr tief“ in einem Graben auf dem Grunde des Meeres. Am Montag hatten die Franzosen ein Signal aufgefangen, das möglicherweise von einem Flugschreiber stammte. Das Wasser dort ist nach Angaben Samys mehr als tausend Meter tief. In dieser Tiefe kann auch der französische Tauchroboter „Achille“ nicht mehr eingesetzt werden.

          Angehörige reisen am Mittwoch zum Absturzort

          Wie der Pariser Außenamtssprecher Hervé Ladsous am Dienstag sagte, wollen die Franzosen am Donnerstag an zwei Gedenkzeremonien für die zumeist französischen Toten teilnehmen. Demnach ist eine Feier auf dem Roten Meer unweit der Stelle geplant, an der die Boeing-Maschine der Chartergesellschaft Flash Airlines am Samstag kurz nach dem Start aufschlug. Auch an Land sollen die Familien Abschied von ihren getöteten Angehörigen nehmen können.

          Rund 200 bis 300 Menschen aus 65 französischen Familien sind den Angaben zufolge zur Reise nach Scharm el Scheich eingeladen. Ihre Reisekosten werden vom französischen Reiseveranstalter Fram übernommen, der allein 125 Kunden an Bord der Unglücksmaschine hatte.

          Flugschreiber soll Klarheit bringen

          Die Boeing 737 der ägyptischen Fluggesellschaft Flash Airlines war am Samstag kurz nach dem Start im Badeort Scharm el Scheich ins Rote Meer gestürzt. Alle 148 Menschen an Bord, unter ihnen 133 französische Urlauber, kamen ums Leben. Ägyptische Behörden schließen einen Anschlag als Absturzursache aus. Die Auswertung des Flugdatenschreibers und des Stimmenrekorders könnte Aufschluß über die Vorgänge in den letzten Minuten an Bord geben.

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