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Nach der Hochwasserkatastrophe : Im Schlamm ist das Auto nur noch ein Wrack

  • -Aktualisiert am

Abgeschleppt: Werner Lenz verwaltet die geborgenen Wracks. Bild: Lucas Bäuml

Vielleicht waren sie mal der ganze Stolz ihrer Besitzer oder Inbegriff der Freiheit: Von vielen Autos ist nach der Flutkatastrophe an der Ahr jedoch nicht mehr viel übrig. Abschleppdienste wollen nun retten, was noch zu retten ist.

          5 Min.

          Man erlebt ja viel in 40 Jahren als Abschlepper. Aber Autos, die so zugerichtet sind, die habe er auch noch nie gesehen, sagt Werner Lenz. „Wir dachten erst, die seien tiefergelegt, aber die sind einfach voll mit Schlamm und Schotter.“ Lenz öffnet die Fahrertür eines VW Golf Match, nimmt eine Nutella-Dose heraus, die im Fußraum liegt. Auf den Sitzen eine Schlammschicht, der Schaltknüppel ragt aus dem Dreck, die Scherben der zerborstenen Scheiben liegen im Innenraum. Leer wiegen solche Autos anderthalb Tonnen. Nun bringen sie fünf oder sechs Tonnen auf die Waage. „Mit einem normalen Stapler hast du da keine Chance. In Schuld haben wir die mit dem Kran aufgeladen.“

          Hinten im Hof steht ein Smart. „Der da ist zwei Kilometer von Schuld bis Insul durchs Wasser getrieben“, sagt Lenz. „Da hängt noch das Gras vorne aus der Motorhaube. Da weiß man, dass der gebadet hat. Wenn Schlamm im Auto ist, ist es eher überschwemmt worden.“ Werner Lenz, der so viel über Autos weiß, lernt seit zwei Wochen noch viel dazu.

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