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Tödliche Unfälle : Ältere Radfahrer sind besonders gefährdet

  • Aktualisiert am

Rund 445 Radfahrer starben im vergangenen Jahr im Straßenverkehr – betroffen sind vor allem ältere Menschen. Bild: dpa

Fahrradfahren ist in den vergangenen zehn Jahren gefährlicher geworden. Während die Zahl der Verkehrstoten insgesamt sank, stieg die Zahl der getöteten Radfahrer.

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          Jeder siebte Mensch, der 2019 im Straßenverkehr ums Leben kam, ist mit dem Fahrrad unterwegs gewesen. Insgesamt starben im vergangenen Jahr 445 Radfahrer bei einem Unfall, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte. Im Vergleich zu 2010 stieg die Zahl der getöteten Radfahrer um 16,8 Prozent, während die Zahl der Verkehrstoten insgesamt im selben Zeitraum um 16,5 Prozent sank. Fast 87.000 Radfahrer wurden im vergangenen Jahr auf den Straßen verletzt.

          Besonders gefährdet sind den Statistikern zufolge die älteren Radler: 53,8 Prozent der im vergangenen Jahr tödlich verletzten Fahrradfahrer waren 65 Jahre alt oder älter. Bei tödlichen Unfällen mit Elektrofahrrädern lag der entsprechende Anteil der Senioren sogar bei 72 Prozent.

          Fahrradfahrer, die in einen Unfall mit Verletzten verwickelt waren, trugen an weniger als der Hälfte der Unfälle die Schuld – dies waren 45,4 Prozent. Je nach Unfallbeteiligten zeigten sich allerdings Unterschiede: Waren Autofahrer an einem Radunfall mit Verletzten beteiligt, trugen die Radler nur in 23,4 Prozent der Fälle die Hauptschuld.

          Bei Radunfällen mit Güterkraftfahrzeugen, also beispielsweise Lastwagen, trugen die Radler sogar nur in 18,8 Prozent der Fälle die Hauptschuld. Bei Unfällen mit Fußgängern wurde dagegen den Radfahrern häufig die Hauptschuld angelastet – zu 59,5 Prozent. Auch Kollisionen mit Krafträdern wurden überwiegend von Radfahrern verschuldet – zu 51,7 Prozent.

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