https://www.faz.net/-gum-8mmsu

Russland : 19 Menschen sterben bei Hubschrauberunglück

  • Aktualisiert am

Ein Flug mit einem Hubschrauber wird für mehrere Mitarbeiter einer Ölfirma im hohen Norden Russlands zum Verhängnis. In schwierigem Gelände dauert die Suche nach der Absturzstelle Stunden.

          1 Min.

          Bei einem Hubschrauberabsturz im Norden Russlands sind mindestens 19 Menschen ums Leben gekommen. Drei Verletzte seien geborgen und mit teils schweren Knochenbrüchen in umliegende Krankenhäuser gebracht worden, teilte der Zivilschutz im autonomen Bezirk der Jamal-Nenzen am Samstag mit. Ihre Verletzungen seien aber nicht lebensgefährlich, hieß es. An Bord des Hubschraubers vom Typ Mi-8 waren Arbeiter eines Subunternehmers des staatlichen Ölförderers Rosneft, wie der Konzern bestätigte. In der Gegend gibt es wichtige Ölfelder.

          Die Suche nach dem Helikopter gestaltete sich wegen dichten Nebels in unzugänglichem Gelände zunächst schwierig. Der Agentur Tass zufolge dauerte es gut acht Stunden, bis die ersten Helfer die Absturzstelle in der Nähe der Ortschaft Urengoi erreichten. Auch Motorschlitten waren im Einsatz. „Dort ist undurchdringliche Tundra, die von Bächen und Flüssen durchzogen wird“, sagte ein Helfer. Einen Teil des Weges mussten sie sich daher zu Fuß und mit Taschenlampen den Weg bahnen.

          Verletzter konnte Rettungskräfte alarmieren

          Mit einem Mobiltelefon konnte schließlich einer der Verletzten aus dem Wrack heraus Kontakt zu den Rettungskräften aufnehmen und sie zur Unfallstelle lotsen. Der Helikopter hatte sich beim Absturz auf die Seite gelegt, war aber einem Foto auf der Webseite des Zivilschutzes zufolge nicht zerbrochen. Insgesamt waren rund 170 Helfer im Einsatz.

          Die Unglücksursache war zunächst unklar. Ermittler vermuteten schlechtes Wetter als einen möglichen Grund, schlossen aber auch technisches Versagen oder einen Verstoß gegen Sicherheitsvorschriften nicht aus. Die Lizenz des Hubschraubers war Berichten zufolge noch bis 2017 gültig. Die Maschine war demnach sei 1984 im Einsatz.

          Bruchlandungen von Hubschraubern mit mehreren Toten sind keine Seltenheit in Russland. Der Agentur Tass zufolge sind seit Anfang 2015 sechs Helikopter des Typs Mi-8 abgestürzt. Dabei sind insgesamt mindestens 31 Menschen ums Leben gekommen.

          Topmeldungen

          Impeachment-Ermittlungen : Sie macht nur Ärger

          Am zweiten Anhörungstag der Impeachment-Ermittlungen wird klar, wie Donald Trump die frühere amerikanische Botschafterin in Kiew aus dem Weg räumen ließ.
          Lega-Chef Matteo Salvini hat bei seinem Besuch in Venedig eindringlich dafür geworben, die Hochwasserschutzmaßnahmen zu verbessern.

          Jahrhundertflut in Venedig : Tage des Alarms

          Immer wieder gibt es in Venedig heftige Überschwemmungen. Doch der italienischen Politik ist es bisher nicht gelungen, wirksame Vorkehrungen gegen Hochwasser zu treffen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.