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Ostukraine : 17 Tote nach Gasexplosion in Kohlemine

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Einsatzkräfte und Minenarbeiter am Unglücksort in der Nähe von Luhansk Bild: Reuters

Bei einer Explosion in einer Kohlemine in der Nähe von Luhansk sind alle 17 Arbeiter ums Leben gekommen. Der Vorfall ereignete sich bereits am Donnerstag, doch erst heute konnte ein Großteil der Opfer geborgen werden.

          Nach einer Gasexplosion in einer Kohlemine in der Ostukraine am Donnerstag haben Rettungskräfte die Leichen von 17 Menschen aus den Trümmern geborgen. Das erklärte er „Präsident“ der selbsternannten Volksrepublik Luhansk, Leonid Pasetschnik, am Samstag im Kurzbotschaftendienst Twitter. Er bezeichnete den Zwischenfall vom Donnerstag in dem Dorf Jurjiwka rund 30 Kilometer südwestlich von Luhansk als „Tragödie“.

          Bereits am Freitag war klar, dass es mindestens fünf Tote gab, doch erst heute bestätigten die Behörden, dass alle 17 Arbeiter ums Leben gekommen seien. Pasetschnik erklärte den kommenden Montag daraufhin zum Gedenktag.

          Die Region Luhansk steht seit 2014 unter der Kontrolle pro-russischer Rebellen. Russland hatte angekündigt, Einsatzkräfte und Ausrüstung zur Verfügung zu stellen, um die Suche nach den vermissten Bergleuten zu unterstützen. Laut örtlichen Medien war die Mine 2014 wegen des Konflikts zwischen der ukrainischen Armee und den pro-russischen Rebellen geschlossen worden. 2018 sei sie wiedereröffnet worden.

          Der Großteil der ukrainischen Kohle wird im Osten des Landes gefördert. Dort kämpfen die Regierungstruppen seit Jahren gegen von Russland unterstützte Rebellen. Seit Beginn des Konflikts wurden rund 13.000 Menschen getötet.

          Lastwagen des russischen Notfallministeriums stehen im Separatistengebiet in der Ostukraine.

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