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Unfälle : Mutmaßlicher Autobahn-Drängler von Karlsruhe ermittelt

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Der Autobahn-Drängler, der Mitte Juli bei Karlsruhe den Tod einer 21jährigen Frau und ihrer zweijährigen Tochter verursacht haben soll, ist offenbar ermittelt.

          Der Autobahn-Drängler, der Mitte Juli bei Karlsruhe den Tod einer 21jährigen Frau und ihrer zweijährigen Tochter verursacht haben soll, ist offenbar ermittelt. Wie die Staatsanwaltschaft am Montag in Karlsruhe mitteilte, wurde einem 34jährigen Mann wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung und Fahrerflucht vorläufig der Führerschein entzogen. Ferner werde dem Verdächtigen Gefährdung des Straßenverkehrs und unerlaubtes Entfernen vom Unfallort zur Last gelegt. Der Fahrer eines dunkelblauen Mercedes 600 CL bestreitet laut Staatsanwaltschaft eine Verwicklung in den Unfall und will ihn auch nicht bemerkt haben.

          „Es wird gegen einen Mitarbeiter unseres Hauses ermittelt", bestätigte eine Daimler-Chrysler-Sprecherin am Montag. „Wir gehen aber von der Unschuldsvermutung aus.“ Der Mann habe sich auf einer Dienstfahrt befunden. In Ermittlerkreisen hieß es, der Mercedes-Angestellte sei auf dem Weg zur Daimler-Chrysler-Teststrecke nach Papenburg in Niedersachsen gewesen.

          Junge Frau verlor Gewalt über ihr Fahrzeug

          Bei dem Unfall am 14. Juli gegen 6 Uhr auf der Autobahn 5 hatte die jungen Frau Augenzeugen zufolge die Gewalt über ihr Fahrzeug verloren, weil sie einem Drängler Platz machen wollte, der mit seinem Mercedes mit Böblinger Kennzeichen mit Tempo 200 extrem dicht auf das Auto der Familienmutter aufgefahren war. Die Frau war bei dem Ausweichmanöver von der Straße abgekommen und mit ihrem Wagen gegen zwei Bäume geprallt. Dabei wurden die Frau, die zuvor ihren Ehemann zur Arbeit gefahren hatte, und ihr gemeinsames Kind tödlich verletzt.

          Eine aus 42 Beamten bestehende Sonderkommission der Polizei überprüfte auf Zeugenaussagen hin mehr als 700 Autos der Mercedes S- und E-Klasse und ermittelte nun den Verdächtigen. Er soll zum damaligen Zeitpunkt in einem dunkelblauen Mercedes CL 600 am Unfallort unterwegs gewesen sei. Ein Zeuge, der das Unfallgeschehen beobachtet habe, habe sich an wesentliche Bestandteile seines Kennzeichens erinnert. Die weiteren Ermittlungen ergaben der Staatsanwaltschaft zufolge, daß der Mann mit einem dunkelblauen Mercedes CL 600 zum fraglichen Zeitpunkt den Unfallort auf der Autobahn befahren habe. Zwei in den kommenden Tagen erwartete Gutachten sollen nun den Unfallhergang und die mögliche Tatbeteiligung des Verdächtigen klären, erklärte die Staatsanwaltschaft.

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