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UN-Zustandsbericht : Nur kurze Erholung für Europas Wald

  • Aktualisiert am

Wald in Europa (1997): Zustand verschlechtert sich wieder Bild: dpa/lby

Die besseren Zeiten dauerten nicht lange. Inzwischen geht es den Wäldern in Europa nach Erkenntnissen der Vereinten Nationen wieder recht schlecht.

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          Den Wäldern in Europa geht es nach einer kurzen Erholungsphase wieder schlechter. Knapp ein Viertel der untersuchten Baumkronen waren 2001 geschädigt. Dies geht aus dem Europäischen Waldzustandsbericht 2002 hervor.

          Die seit langem erhöhten Stickstoffeinträge in die Wälder hätten außerdem zum Rückgang der Artenvielfalt beigetragen, berichtete die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) am Montag in Bonn. Die Artenzusammensetzung sei bereits erheblich zum Nachteil schwachwüchsiger Pflanzen verändert.

          Artenvielfalt gefährdet

          Auf 58 Prozent der untersuchten Flächen sei die Vielfalt der Pflanzenarten gefährdet. Auf 45 Prozent der Flächen sei mit einer Destabilisierung der Waldbäume zu rechnen. Die Funktionsfähigkeit der Baumwurzeln ist an vielen Stellen durch Säure beeinträchtigt. Davon ist etwa ein Drittel der gesamten Fläche betroffen. Vor allem in Mitteleuropa würden die Grenzwerte für die Säureeinträge überschritten, berichtete die SDW. Mit mehr Stickstoff als es in den Grenzwerten vorgesehen sei, werde der Wald in ganz Westeuropa belastet.

          Mit 39 Mitgliedstaaten und rund 7.000 Waldbeobachtungsflächen sowie 200 Intensivuntersuchungsgebieten unterhalten die UN-Waldschutzkommission IPC Forests und die Europäische Kommission eines der weltweit größten Biomonitoring-Programme. Die in dem Zustandsbericht veröffentlichten Ergebnisse bilden eine Grundlage für internationale Emissionsschutzpolitik, Maßnahmen gegen den Klimawandel und eine nachhaltige Forstwirtschaft.

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