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Wisent-Herde freigelassen : Bison-Art soll in Hessen wieder heimisch werden

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Bereichert fortan wieder die Wildbahn im Rothaargebirge: das scheue Wisent Bild: dpa

An der Grenze zu Nordwesthessen bereichert fortan eine Wisent-Herde in die Wildbahn. In deutschen Wäldern lebten diese Tiere bis ins 18. Jahrhundert.

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          Im Rothaargebirge ist eine Herde Wisente in die Freiheit entlassen worden. Acht der Wildrinder waren drei Jahre lang in einem Gehege bei Bad Berleburg darauf vorbereitet worden. Am Mittag wurde nun ein erstes Stück des vier Kilometer langen Zauns um das Auswilderungsgehege geöffnet.

          Früher waren Wisente in weiten Teilen Europas heimisch. In deutschen Wäldern lebten die Tiere bis ins 18. Jahrhundert. Vor 90 Jahren wäre die Bison-Art fast verschwunden. Mit bis zu drei Metern Länge und knapp 1,90 Metern Schulterhöhe können die Tiere fast eine Tonne schwer werden.

          Mächtig, aber auch scheu

          Der Bürgermeister von Bad Berleburg, Bernd Fuhrmann, sagte, die Freilassung gefährde keine Menschen. „Wisente sind zwar groß und mächtig, aber auch friedliebend und scheu.“ Das habe sich in den drei Jahren gezeigt, in denen man die Tiere vor der Auswilderung intensiv beobachtet hatte.

          Experten gehen davon aus, dass die Tiere künftig auf einem Gebiet von 2000 bis 3000 Hektar herumstreifen werden. An ihrer bekannten Futterstelle sollen sie im Winter weiter von einem Ranger versorgt werden. Der Wisent ist ein Wiederkäuer und ernährt sich ausschließlich vegetarisch.

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