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Wetter : Frohe „Frostern“: Kein Frühling in Sicht

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Wenigstens findet man die Eier im Schnee leichter Bild: dpa

„Frostern“ statt Ostern: Eiersuche im Schnee und winterliche Temperaturen - pünktlich zum Start der Sommerzeit. Ein Wetterumschwung ist vorerst nicht in Sicht.

          Ostereiersuche im Schnee und ein frostiger Start in die Sommerzeit: Der Frühling in Deutschland lässt weiter auf sich warten. Stattdessen gab es am Ostersonntag in einigen Teilen des Landes Neuschnee. In Berlin sowie in Oberbayern startete der Tag mit dichtem Schneetreiben und auch im Westen fielen einige Flocken. An der kalten Wetterlage soll sich auch nach den Feiertagen erst einmal nichts ändern.

          „Schuld“ sei die Luftdruckverteilung in Europa, sagte Johanna Anger vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach am Ostersonntag. Wegen eines stabilen Hochs über Großbritannien und Skandinavien weichen Tiefdruckgebiete vom Atlantik nach Süden aus, so strömt kalte Luft aus Osten nach Deutschland.

          Kräftige Schneefälle, vor allem in Oberbayern, sorgten im Süden für paradoxe Verhältnisse: Weiße Ostern nach grünen Weihnachten - waren doch noch an Heiligabend in München fast 20 Grad gemessen worden. In den bayerischen Wintersportgebieten freuen sich derweil Skifahrer über Pulverschnee und beste Pistenbedingungen. Derweil beendeten die Dampfer der Bayerischen Seenschifffahrt bei Schnee und leichtem Frost auf Ammersee und Starnberger See offiziell ihre Winterpause.

          An der Nordseeküste trotzten hartgesottene Camper den kalten Temperaturen. „Trotz des Wetters sind wir ausgebucht. Das hat uns selbst überrascht“, sagte Wilhelm Has vom Knaus Campingpark im niedersächsischen Butjadingen. Schlechter besucht waren dagegen die traditionellen Osterfeuer im Norden. Am Hamburger Elbstrand, wo sich in früheren Jahren oft Zehntausende tummelten, versammelten sich nach Angaben der Feuerwehr dieses Mal nur rund 5000.

          Auch nach Ostern lässt der Frühling auf sich warten: In der kommenden Woche bewegten sich die Temperaturen zwischen einem und acht Grad, die Bewölkung nehme zu, sagte DWD-Meteorologin Anger. Der Schneefall lasse nach, im Nordwesten könne es freundlich und trocken werden. Im Osten und Südosten Deutschlands falle Niederschlag aber weiterhin auch als Schnee. „Ein Durchbruch zu wärmeren Temperaturen ist nicht in Sicht.“

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