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Tankerunglück : Spanien verschiebt Bergung des Öls aus „Prestige“auf 2004

  • Aktualisiert am

Auswirkungen des Tankerunglücks unter Wasser Bild: dpa/dpaweb

Die 37.000 Tonnen Schweröl aus dem Wrack des gesunkenen Tankers „Prestige“ wird erst im Frühjahr 2004 gepumpt. Bis dahin soll das Verfahren zum Abschöpfen des Öls getestet werden.

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          Die Bergung von rund 37.000 Tonnen Schweröl aus dem Wrack des gesunkenen Tankers „Prestige“ wird auf das Frühjahr 2004 verschoben. Wie die spanische Regierung und der Mineralölkonzern Repsol am Donnerstag in Santiago de Compostela mitteilten, soll das geplante Verfahren zum Abschöpfen des Öls in diesem Jahr getestet werden.

          Der im November gesunkene Tanker, der die größte Umweltkatastrophe der spanischen Geschichte ausgelöst hatte, liegt in 3600 Meter Tiefe vor der galicischen Küste im Nordwesten Spaniens. Aus einer solchen Tiefe war bislang noch nie Öl aus einen gesunkenen Schiff geborgen worden. Die Spanier planen, Öffnungen in das Wrack zu schlagen und das ausströmende Öl mit flexiblen Kunststoff-Behältern aufzufangen. Diese Behälter würden erst im Dezember geliefert, teilte Repsol mit. Wegen des Seegangs im Winter könne mit der Operation erst im Frühjahr begonnen werden. Ursprünglich sollte die Bergung noch in diesem Jahr starten.

          Die Berliner Umweltgruppe „Nunca Mais“ forderte die spanische Regierung auf, die galicische Küste zum Katastrophengebiet zu erklären. Das Gebiet sei zwar oberflächig vom Öl der „Prestige“ befreit, „das eigentliche Problem aber bleibt“, sagte ein Sprecher der Initiative in Berlin. Problematisch sei unter anderem, daß schon Fische aus der Region gefangen und verkauft werden dürften, obwohl noch Gifte im Wasser sein könnten. Die Umweltgruppe unterstützt die gleichnamige spanische Aktionsplattform.

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