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Naturschützer unterlegen : Klage gegen A-44-Weiterbau abgewiesen

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Ende der Unsicherheit: Die Autobahn 44 in Nordhessen kann weitergebaut werden Bild: dpa

Die Autobahn 44 kann in Nordhessen zwischen den Anschlussstellen Waldkappel und Hoheneiche weitergebaut werden. Das Bundesverwaltungsgericht hat eine BUND-Klage abgewiesen. Verkehrsminister Rentsch ist zufrieden.

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          Das Bundesverwaltungsgericht hat die Klage des Umweltschutzverbandes BUND gegen den Weiterbau der Autobahn 44 in Nordhessen abgewiesen. Damit können Bürger, die an einer stark befahrenen Bundesstraße wohnen, auf Entlastung hoffen.

          Die geplante Trasse halte naturschutzrechtlichen Einwänden stand und verstoße auch nicht gegen Artenschutzrecht, sagte der Vorsitzende Richter Wolfgang Bier in Leipzig.

          BUND sieht Amphibien bedroht

          Der 7,2 Kilometer lange Abschnitt zwischen den Anschlussstellen Waldkappel und Hoheneiche verläuft in unmittelbarer Nähe von zwei Flora-Fauna-Habitat-Schutzgebieten. Der BUND sah etwa den Kammmolch und die Gelbbauchunke von der Autobahn bedroht. Diesen Einwänden folgten die Bundesverwaltungsrichter jedoch nicht. (Az.: BVerwG 9 A 22.11 - Urteil vom 28. März 2013).

          Der BUND zeigte sich von dem Urteil enttäuscht. Man hoffe nun auf eine politische Neubewertung des umstrittenen  Autobahnprojekts, da die Verkehrsprognosen seit Jahren rückläufig seien, hieß es in einer Mitteilung.

          Minister applaudiert Gericht

          Hessens Verkehrsminister Florian Rentsch (FDP) hat das Urteil des Bundesverwaltungsgericht gutheießen: „Für viele Bürger im Werra-Meißner-Kreis trägt diese Entscheidung zu einem frohen Osterfest bei.“ Weitere sieben Kilometer der A 44 könnten in Bau gehen. „Ich bitte den BUND, nun endlich seinen Widerstand gegen dieses für Nordhessen so wichtige Projekt aufzugeben. Die A 44 wird wesentlich zur Attraktivität und wirtschaftlichen Entwicklung der Werra-Meißner-Region beitragen.“ Ihre Planung werde allen Anforderungen des Naturschutzes gerecht.“

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