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Meteor über der Sierra Nevada : Feuerball, Blitz, Knall

  • -Aktualisiert am

Ein Knall ließ um kurz vor acht Uhr zwischen San Francisco und Las Vegas Häuser zittern und Alarmanlagen schrillen. Bild: dpa

Tausende Amerikaner wurden Zeuge eines einzigartigen Naturschauspiels, als ein Meteor über der Sierra Nevada zerbrach. Viele riefen panisch die Polizei.

          So unsanft wie am Sonntagmorgen sind die Anwohner in der Nähe der Sierra Nevada lange nicht mehr geweckt worden. Ein Knall, der wahrscheinlich auf einen Meteor zurückgeht, ließ um kurz vor acht Uhr zwischen San Francisco und Las Vegas Häuser zittern und Alarmanlagen schrillen. Tausende Amerikaner griffen zum Telefon, um die Polizei zu rufen.

          Einige Frühaufsteher in den Bundesstaaten Kalifornien und Nevada hatten etwa 15 Minuten vor dem Knall am Himmel ein Naturschauspiel beobachtet. „Ich sah einen großen weißen Feuerball, der in Richtung Westen flog. Er war aber so schnell wieder weg, dass ich es für einen Traum hielt“, berichtete Ellen Pillard dem „Reno Gazette-Journal“ nach der Rückkehr von einer Klettertour. Lisa Mills aus dem 100 Kilometer entfernten Fallon wurde beim Jogging von dem Leuchten am Himmel überrascht: „Es bewegte sich über meinen Kopf hinweg und löste sich in einem hellen Blitz auf.“

          Suche nach den Resten des Feuerballs

          Auch für die Astronomen der New Yorker Gesellschaft für Meteore (AMS) stellt die Lichterscheinung eine Ausnahme dar. Während die meisten Meteore winzig sind, vermutet AMS-Sprecher Robert Lunsford, dass am Sonntag ein Himmelskörper in der Größe einer Waschmaschine über Kalifornien und Nevada flog.

          Zudem soll der Feuerball ungewöhnlich lange intakt geblieben sein, bevor er etwa zehn Kilometer über der Erdoberfläche in der Atmosphäre zerbrach. „Damit ein so lauter Knall zu hören ist, muss der Meteor lange heil bleiben“, sagte Lunsford. „Gleichzeitig ist die späte Explosion auch ein Zeichen dafür, dass einige Stücke auf dem Boden zu finden sind.“

          In den kommenden Tagen werden sich die Mitglieder der Meteorgesellschaft auf die Suche nach den Resten des Feuerballs machen. Da Meteore mit einer Geschwindigkeit von 350 Kilometern je Stunde zu Boden gehen, ist das Absturzgebiet aber schwer einzugrenzen. Falls detaillierte Informationen über die Flugbahn zusammengetragen werden, kann die Suche dennoch erfolgreich sein.

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