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Klimastudie : Alpen: Wärmster Winterbeginn seit 1300 Jahren

  • Aktualisiert am

Warme Alpen: Wolken am Wetterstein bei Garmisch-Partenkirchen Bild: ddp

Wie außergewöhnlich die derzeitige Wetterlage ist, belegt eine neue Klimastudie aus Österreich. Danach war es in den Alpen zu Beginn eines Winters seit 1300 Jahren nicht so warm wie jetzt.

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          Die Bewohner der europäischen Alpen erleben nach Erkenntnissen von Klimaexperten derzeit den wärmsten Winterbeginn seit 1300 Jahren.

          Dem österreichischen Klimaforscher Reinhard Böhm zufolge heizten in den vergangenen 20 Jahren Treibhausgase das Klima auf, weshalb nun auf Skipisten Blumen blühen, und Bären schon zum meteorologischen Beginn des Winters am 1. Dezember um ihren Winterschlaf kämpfen.

          Daten aus dem achten Jahrhundert

          Böhm stellte in Wien ein einzigartig umfassendes Forschungsprojekt vor, bei dem europäische Wissenschaftler mehr als 1000 Wetterdaten aus den Alpen sowie dem Vorland sammelten. Die Aufzeichnungen reichen bis ins achte Jahrhundert zurück und stammen aus der Region zwischen dem französischen Rhone-Tal im Westen, Ungarn im Osten, sowie Nürnberg und der Toskana als nördliche und südliche Grenze.

          Der Studie „Alp-Imp“ zufolge erreichten etwa um 1850 die Gletscher der Alpen ihre größte Ausdehnung. Nach der sogenannten Kleinen Eiszeit Ende des vorletzten Jahrhunderts setzte schon eine Erwärmung ein, die allerdings natürlichen Ursprungs war.

          Seit 20 Jahren wirken Treibhausgase

          Erst ab etwa 1950 wirkte sich demnach die industrielle Luftverschmutzung seit dem 19. Jahrhundert aus. Ungefilterte Industrieabgase und andere Emissionen dämpften zunächst die Sonneneinstrahlung. Seit 20 Jahren machten sich nun Treibhausgase wie Methan und Kohlendioxid bemerkbar. „Die Modelle deuten darauf hin, daß es in Zukunft noch wärmer wird“, prognostiziert Böhm, der bei der Zentralen Anstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) in Wien arbeitet.

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