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Klima : Erstmals seit 50 Jahren: Eisberge vor Neuseeland

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Seltenes Bild: Massiver Eisberg vor Neuseeland Bild: AP

Die Schiffahrt in den neuseeländischen Gewässern wird derzeit von mehreren massiven Eisbergen gefährdet. Erstmals seit 1948 driften Bruchstücke des antarktischen Eises so weit nördlich.

          Erstmals seit mehr als einem halben Jahrhundert sind Eisberge aus der Antarktis vor den Küsten Neuseelands gesichtet worden. Bis zu 15 Eisberge, einige davon rund drei Kilometer groß, schwimmen nach Auskunft des neuseeländischen Instituts für Wasser- und Atmosphärenforschung vor der südlichsten neuseeländischen Insel Campbell Island, rund 600 Kilometer von den Hauptinseln entfernt. Die Schifffahrtsbehörde gab eine Warnung für Schiffe in dem Gebiet heraus, wie neuseeländische Medien am Donnerstag berichteten. Zuletzt waren 1948 Eisberge in neuseeländischen Gewässern gesichtet worden.

          Nach Daten des Atmosphärenforschungsinstituts hat Neuseeland, wo zur Zeit Hochsommer ist, gerade den kältesten Dezember seit 1945 erlebt. Dem Wissenschaftler Lionel Carter zufolge ist es jedoch zu früh, die Eisbergflotte dem globalen Klimawandel zuzuschreiben. „Eisberge wurden schon deutlich vor einer signifikanten Klimaerwärmung in neuseeländischen Gewässern beobachtet“, sagte er. Ein Zusammenhang zwischen dem beobachteten Abbrechen riesiger antarktischer Eisberge und einem sich schnell ändernden Klima könne jedoch auch nicht einfach abgetan werden.

          Lange Reise durch „warmes“ Wasser

          Die jetzt gesichtete Eisbergflotte hat ihren Ursprung vermutlich in den wiederholten großen Eisabbrüchen der vergangenen Jahre im Ross- und Weddel-Meer der Antarktis, meint Carter. Es müßten ursprünglich sehr große Eismengen beteiligt gewesen sein, da die Eisberge eine mehrere tausend Kilometer lange Reise durch verhältnismäßig warme Gewässer von fünf bis achtGrad Celsius überstanden hätten.

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