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Kältewelle : Weiteres Frostopfer: Mann in Gelsenkirchen erfroren

  • Aktualisiert am

Bild: Reuters

Die Kältewelle in Deutschland hat ein weiteres Opfer gefordert. Ein Mann ist im Ruhrgebiet erfroren. Wegen des Frostes brachen zahlreiche Schienen, so daß es zu zahlreichen Verspätungen bei der Bahn kam.

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          Bei eisigen Temperaturen ist ein 33 Jahre alter Mann in Gelsenkirchen erfroren. Der Obdachlose wurde am Donnerstag morgen von Anwohnern leblos und völlig unterkühlt unter dem Balkon eines Hauses entdeckt. Er ist das neunte Opfer der Kältewelle in Deutschland.

          Wie die Polizei am Freitag mitteilte, hatte der Mann unter dem Balkon die Nacht verbracht. Herbeigerufene Polizeibeamte hätten den 33jährigen sofort in eine Rettungsdecke gewickelt, noch vor Ort habe ein Notarzt die Reanimierung begonnen. Dennoch starb der Mann am späten Donnerstag nachmittag in einem Krankenhaus.

          Verspätungen im Bahnverkehr

          Unterdessen hat die große Kälte erhebliche Verspätungen im Bahnverkehr verursacht. Zahlreiche Schienen waren durch den Frost gebrochen. Im Fernverkehr trafen Züge bis zu einer Stunde später ein als geplant, sagte ein Bahnsprecher am Freitag in Düsseldorf auf Anfrage. „Die Kälte hat massive Auswirkungen auf die Pünktlichkeit unserer Züge.“ Im Ruhrgebiet war die Hauptstrecke zwischen Dortmund und Duisburg betroffen. Auch im Raum Hannover kam es zu größeren Störungen.

          Probleme gab es auch an vielen Bahnübergängen. Zum Teil hätten Bahn-Mitarbeiter die Technik an den Schranken von Hand einstellen müssen. „Das kostet natürlich viel Zeit“, sagte der Sprecher. Da der Freitag „ohnehin der Tag mit dem meisten Verkehr“ sei, sei die Situation besonders ärgerlich, hieß es. Im Nahverkehr sei die Lage in Nordrhein-Westfalen mit Verspätungen zwischen fünf und zehn Minuten „nicht dramatisch“ gewesen. Einen Überblick über das Ausmaß der Verspätungen gab die Bahn nicht.

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