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Hitzehoch über Deutschland : „Achim“ treibt Temperaturen Richtung 40 Grad

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Sportsfreunde begeben sich für „Achim“ am liebsten auf See hinaus. Bild: dpa

Die Hundstage halten was sie versprechen: Badewetter in ganz Deutschland, in den Städten Tropennächte. Vielen dürfte es zu heiß werden. Außer vielleicht in Bergisch Gladbach – dort hängt bereits die Weihnachtsdekoration.

          Deutschland steht das heißeste Wochenende des Jahres bevor. „Unser mitteleuropäischer Sommer läuft sich endlich warm, vielleicht zu warm“, sagte Meteorologe Thomas Ruppert vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach am Donnerstag. Hoch „Achim“ lässt die Temperaturen Richtung 40-Grad-Marke klettern. Ob sie geknackt wird, war am Donnerstag noch nicht klar. „Das ist noch nicht vorhersehbar, aber ich möchte es nicht ausschließen“, sagte Ruppert. Fest stehe aber, dass der Sonntag der heißeste Tag des Jahres werde. Vorerst legen sich die DWD-Meteorologen auf 37 Grad im Südwesten fest. Die Hitzewelle soll erst Ende nächster Woche vorüber sein. Sie fällt in die Hundstage, normalerweise die heißesten Tage des Jahres, vom 23. Juli bis zum 23. August. Ihr Name rührt vom Sternbild „Großer Hund“.

          Nachdem eine Regenfront Deutschland am Donnerstag von West nach Ost überquerte und am Frankfurter Flughafen am Morgen innerhalb einer Stunde fast 40 Liter Niederschlag pro Quadratmeter gebracht hatte, wird schon der Freitag sommerlich mit Höchsttemperaturen von 20 Grad an den Küsten bis 27 Grad entlang des Rheins. Danach legen die Temperaturen noch einmal deutlich zu.

          Tropennächte in Westdeutschland

          Am Samstag werden 28 bis 33 Grad erwartet, im Südwesten schon bis über 35 Grad, nur an den Küsten ist es mit Werten um 23 Grad kühler. Am Sonntag sind sogar Berge und Küsten mit 28 Grad hochsommerlich warm. In den lauen Nächten gibt es keine richtige Abkühlung. Vor allem in den westdeutschen Großstädten hält sich die Hitze in den Häuserschluchten, so dass es dort Tropennächte gibt. Tropennächte ist der meteorologische Begriff für Nächte, in denen das Quecksilber nicht unter 20 Grad fällt. Mindestens bis zum nächsten Donnerstag bleibt es heiß mit Werten um die 30 Grad, erst danach deutet sich spürbare Abkühlung an.

          In Bergisch Gladbach bei Köln wird indessen schon die Weihnachtsdekoration ausgepackt: Hier hängt in der Fußgängerzone eine Tannengirlande mit leuchtender Christkugel und strahlendem Weihnachtsstern. Ein Probelauf von Geschäftsleuten in der Stadt. Sie wollen in diesem Jahr eine neue Weihnachtsbeleuchtung anschaffen und die Katze nicht im Sack kaufen. „Unsere alte Beleuchtung ist schon 30 Jahre alt“, sagte der Vorsitzende der zuständigen Immobilienstandortgemeinschaft, Peter Müller. „Das Ganze wird ja nicht billig, sondern etwa 80 00 bis 100 000 Euro kosten.“ Deshalb wolle man vorher lieber einige Modelle mit neuen Lichtquellen wie LED richtig in Augenschein nehmen. „Vielleicht hängen wir nächste Woche noch mal ein anderes Muster auf.“

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