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Hessen : Umweltministerin sieht für Fracking kaum Chancen

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Nicht nur in Thüringen, wo diese Aufnahme entstand, auch in Nordhessen gibt es erhebliche Vorbehalte gegen Fracking Bild: dpa

Nordhessen gilt als mögliches Erkundungsgebiet bei der Suche nach Erdgas. Umweltministerin Puttrich sieht für die umstrittene Technik dort aber wenig Chancen.

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          Wegen zahlreicher Trinkwasserschutzgebiete sieht Umweltministerin Lucia Puttrich in Nordhessen kaum Chancen für die umstrittene Gasförderung per Fracking. Zwei Gutachten dazu sollen noch „deutlich vor der Sommerpause“ vorgelegt werden, kündigte die CDU-Politikerin im hessischen Landtag an.

          Ein Antrag von SPD und Grünen, der ein sofortiges Moratorium für die neue Bohrtechnik forderte, scheiterte in namentlicher Abstimmung an den Regierungsparteien CDU und FDP.

          Nordhessen mögliches Erkundungsgebiet

          Beim Fracking geht es um die Gasförderung aus tiefen Gesteinsschichten. Dabei werden zum Aufsprengen neben Wasser und Sand auch Chemikalien in das Gestein gepumpt. In Nordhessen gibt es Proteste, weil auch die dortige Region als mögliches Erkundungsgebiet gilt.

          Die schwarz-gelbe Bundesregierung hatte am Dienstag in Berlin beschlossen, Fracking in Trinkwasserschutzgebieten grundsätzlich zu verbieten. Für alle anderen Bereiche soll es strenge Auflagen geben.

          Rügen von der Opposition

          Der Opposition warf Puttrich „Nähe zur Demagogie“ vor, weil sie
          unterstelle, die Regierung wolle die Veröffentlichung der Gutachten wegen der Landtagswahl im September herauszuzögern. Die Abgeordneten Timon Gremmels (SPD) und Angela Dorn (Grüne) sprachen von einer nicht beherrschbaren „Hochrisikotechnologie“. Die Frage der giftigen Abwässer sei völlig ungelöst.

          Der FDP-Parlamentarier Frank Sürmann sagte, bei einer Fortentwicklung der Fracking-Technik
          gebe es die Chance, weniger abhängig von russischen  Erdgaslieferungen zu werden.

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