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Eilantrag gescheitert : K+S darf weiter Salzabwasser verpressen

  • Aktualisiert am

In diesem Fall ab in den Tankwagen, anderswo ab in den Boden: Entsorgung von Salzlauge aus Kaliwerk Neuhof-Ellers Bild: dpa

K+S aus Kassel darf weiter Salzlauge in den Untergrund in Osthessen pressen. Gegner dieses Verfahrens sind nach Aussage des Konzerns vor der Hessischen Verwaltungsgerichtshof einstweilen gescheitert.

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          Der Düngemittelkonzern K+S darf sein Salzabwasser weiter in den Untergrund nahe der hessisch-thüringischen Landesgrenze pressen. Wie der im Dax gelistete Kasseler Konzern mitteilte, lehnte der Hessische Verwaltungsgerichtshof in Kassel (VGH) einen Eilantrag ab, mit dem das Verfahren gestoppt werden sollte.

          Er stammte von der Thüringer Gemeinde Gerstungen, einer Bürgerinitiative und dem Thüringer Verband für Angeln und Naturschutz. Der VGH, der die Entscheidung bestätigte, habe keine weiteren Rechtsmittel zugelassen. Bereits vor dem Verwaltungsgericht Kassel war das Bündnis mit seinem Antrag gescheitert (Az: 4 L 81/12.KS.).

          Genehmigung erst 2011 verlängert

          Das Gericht hatte laut K+S keine Verfahrensfehler bei der Erlaubnis festgestellt. Es gebe auch keine Anhaltspunkte für eine Gefährdung des Grundwassers in der Gemeinde Gerstungen. Das Regierungspräsidium Kassel hatte im November 2011 die Genehmigung für K+S um vier Jahre verlängert.

          Das RP zeigte sich erfreut über die VGH-Entscheidung. „Das zeigt, dass wir richtig und gut gearbeitet haben“, sagte ein Sprecher.

          Ungeachtet dieser für den Konzern erfreulichen Meldung steht die Aktie unter Druck. Allerdings verliert sie in etwa im Gleichklang mit dem Index.

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