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China : Erste Schlacht im Drachenjahr

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Paramilitärs kippen Säcke mit neutralisierenden Chemikalien in Flusswasserproben, die später in das Gewässer zurückgeleitet werden. Bild: REUTERS

Über eine Strecke von hundert Kilometern ist der Fluss Longjiang in der chinesischen Provinz Guangxi mit giftigem Kadmium belastet – jetzt wird untersucht, wer die Chemikalie in den Fluss geleitet hat.

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          Nach der Kadmiumvergiftung eines Flusses in der südchinesischen Provinz Guangxi ist die Trinkwasserversorgung von Millionen Menschen gefährdet. Die Behörden, so berichtete die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua, hätten am Montag weiter versucht, das giftige Schwermetall im Longjiang mit Polyaluminiumchlorid und Kalk zu neutralisieren und mit Wasser aus Stauseen zu verdünnen. Der Fluss Longjiang ist auf einer Strecke von 100 Kilometern belastet. Die Kadmium-Konzentration ist fünfmal höher als der Grenzwert. Das belastete Wasser hat die Trinkwasserschutzzone der Dreimillionenstadt Liuzhou erreicht.

          Nachdem es in der betreffenden Region in der Stadt Hechi in den vergangenen Tagen zu Hamsterkäufen abgepackten Trinkwassers gekommen war, haben die Behörden die Versorgung mit Trinkwasser übernommen, wie Xinhua berichtet. Die Anwohner des Flusses wurden davor gewarnt, das Wasser zu trinken und ihr Gemüse damit zu waschen. Für den Notfall stünden in der Stadt Liuzhou 35 000 Tonnen Grundwasser bereit.

          Ein Mann schwimmt im kadmiumverseuchten Fluss nahe der Stadt Liuzhou. Bilderstrecke

          Erste Anzeichen einer Vergiftung des Flusswassers hatte es schon Mitte Januar gegeben, als Anwohner nahe der Stadt Hechi tote Fische im Wasser entdeckten. Daraufhin maßen die Umweltbehörden gefährlich hohe Kadmiumwerte. Es ist noch nicht klar, woher das Kadmium kommt. Zeitungen nannten zunächst das Bergbauunternehmen Guangxi Jinhe, weil das Unternehmen schon früher mit seiner Abwasserentsorgung gegen Umweltbestimmungen verstoßen habe. Die Umweltbehörden von Hechi teilten aber mit, dass noch elf weitere Unternehmen untersucht würden. Es sei schwierig, die Kadmiumquelle exakt nachzuweisen. In einem Bericht des Fernsehens hieß es, die Regierung habe angeordnet, dass sieben Unternehmen die Produktion vorsichtshalber einstellen müssen.

          Kadmium, das bei der Zinkverhüttung entsteht und auch für Batterien genutzt wird, ist schädlich für die Nieren und kann Krebs verursachen. In vielen ländlichen Regionen Chinas werden Umweltvorschriften nicht oder nur unzureichend beachtet. Die örtlichen Behörden handhaben die Aufsicht lax, weil sie von den Steuerzahlungen der Unternehmen abhängig sind und nur wenige Befugnisse zur Durchsetzung der Auflagen haben. Xinhua bezeichnete den Kampf gegen die Kadmium-Vergiftung als die "erste Umweltschlacht im Drachenjahr".

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