https://www.faz.net/-gum-12mw5

Buschbrände : Notstand ausgerufen in Kalifornien

  • Aktualisiert am

Gouverneur Arnold Schwarzenegger hat den Notstand ausgerufen in den vom Feuer betroffenen Gebieten Bild: dpa

Mehr als 1300 Feuerwehrleute bekämpfen die Flammen im hügeligen Hinterland von Santa Barbara. Gouverneur Schwarzenegger hat bereits den Notstand ausgerufen, zudem wurden 8000 Menschen evakuiert.

          Ein rasch um sich greifendes Buschfeuer in Kalifornien hat viele Wohnhäuser zerstört und tausende Menschen in die Flucht geschlagen. Heftige Winde im hügeligen Hinterland von Santa Barbara hatten die Flammen am Mittwoch schnell ausgebreitet. Der kalifornische Gouverneur Arnold Schwarzenegger rief in der betroffenen Region den Notstand aus, um somit schneller Geld und Personal für die Brandbekämpfung bereitstellen zu können.

          Mehr als 1300 Feuerwehrleute kämpften gegen die Flammen an. Nach Medienberichten erlitten drei Einsatzkräfte Verbrennungen und mussten im Krankenhaus behandelt werden. Schwarzer Rauch hing über der malerischen Küstenstadt rund 150 Kilometer nördlich von der Metropole Los Angeles. Die heftigen Winde machten zeitweise eine Feuerbekämpfung aus der Luft unmöglich. Tausende Anwohner wurden alarmiert, sich auf eine mögliche Evakuierung vorzubereiten.

          8000 Menschen evakuiert

          Nach Behördenangaben brannte bis zum Mittwochabend (Ortszeit) eine über 1,6 Quadratkilometer große Fläche ab. Ein Gebiet mit 8000 Anwohnern sei evakuiert worden, hieß es. Der „Los Angeles Times“ zufolge wurden mindestens zwanzig Gebäude zerstört. Schwarzenegger kündigte noch für Donnerstag einen Besuch im Brandgebiet an.

          Tausende mussten ihre Häuser aufgrund der aktuellen Buschbrände verlassen

          Im vergangenen November waren 200 Häuser einem Buschfeuer nahe Santa Barbara zum Opfer gefallen. Die größte Brandgefahr droht in Kalifornien typischerweise von August bis Dezember, nach einem langen, trockenen Sommer vor Beginn des Winterregens. Im letzten wüteten bereits im frühen Sommer wochenlang schwere Feuer.

          Weitere Themen

          Jagd auf Geister-Netze Video-Seite öffnen

          Gefahr für die Umwelt : Jagd auf Geister-Netze

          In Finnland läuft derzeit ein Pilotprojekt, bei dem alte Fischernetze aus Plastik aus der Ostsee geholt werden. Die absichtlich ins Meer geworfenen oder verloren gegangenen Netze bauen sich nicht nur sehr langsam ab, sondern sind auch eine Gefahr für die Tiere im Wasser.

          Topmeldungen

          Klimastreik in Berlin : Rackete for Future

          Beim großen Klimastreik in Berlin überlassen die Aktivisten von „Fridays for Future“ anderen die Bühne. Es sollte der Auftakt sein für ein breites gesellschaftliches Bündnis. Doch noch prallen Welten aufeinander.
          Ihnen reicht der Kompromiss nicht: Wie in Berlin demonstrierten Hunderttausende

          Kompromiss und Proteste : Was in der langen Nacht geschah

          Erst war das Klimaschutzgesetz fast am Ende, dann kam der Protest – und dann stritt das Kabinett eine Nacht lang. Jetzt sonnt sich die Politik im Glanz der Einigung. Währenddessen dröhnt der Protest Hunderttausender.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.