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Antarktis : Riesiger Eisberg im Sturm zerborsten

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Der größte Eisberg bricht auseinander: B-15-A und B-15-J entstehen Bild: American Meterological Society

Ein Eisberg von der Größe Jamaikas ist im Sturm in der Antarktis zerbrochen. Sein Ende hilft den Pinguinen, denen der Koloß namens B-15 den Weg zu ihren Brutgebieten versperrt hatte.

          Der größte Eisberg der Welt ist nach einem Sturm in zwei Teile zerbrochen. Der Koloß B-15, der mit 11.000 Quadratkilometern so groß war wie Jamaika, sei bereits im Oktober zerborsten, berichteten neuseeländische Wissenschaftler am Dienstag. Nun gilt der Eisberg namens C-19-A in der Nähe einer französischen Forschungsstation in der Antarktis als größter seiner Art.

          Der Zerfall sei „früher oder später erwartet“ worden, sagte Mike Williams vom Nationalen Institut für Wasser- und Atmosphärenforschung in Wellington. Am vergangenen Freitag haben amerikanische Forscher Sonden zur Wetter- und Positionsbestimmung auf dem abgerissenen Teil, dem neu entstandenen Eisberg B-15-A angebracht, um seine Bewegungen überwachen zu können. B15“ lag seit mehr als drei Jahren auf dem Grund des Ross-Meeres vor der Nordküste der Antarktis, rund 3.800 Kilometer südlich von Neuseeland.

          B-15 war im März 2000 vom Ross-Schelfeis abgebrochen. Zusammen mit anderen Eisbergen blockierte er den McMurdo-Sund und schnitt große Kolonien von Pinguinen von ihren Brutplätzen ab. Millionen der Seevögel verendeten deshalb, da sie sich „zu Fuß“ statt schwimmend zu ihren Brutgebieten aufmachen mußten und sie nicht erreichten. Besonders die kleineren und schwächeren Pinguine sowie die Eier in den Nestern wurden dabei das Opfer Großer Raubseemöwen. Knapp drei Viertel der Kaiser-Pinguine, die früher an Kap Crozier auf der Ross-Insel gezählt worden waren, seien inzwischen verschwunden, erläuterte Pinguin-Forscher Gerald Kooyman.

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