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Umfrage : Nur jeder Zweite verbindet Ostern mit Auferstehung Christi

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Umfragen zufolge ist den meisten Deutschen der Grund für das Osterfest nicht mehr bewusst. Für die meisten (81 Prozent) ist es vor allem ein harmonisches Familienfest, verbunden mit gutem Essen und Trinken (73 Prozent).

          Umfragen belegen, dass den meisten Deutschen der Grund für das Osterfest nicht mehr bewusst ist. Denn für die meisten (81 Prozent) ist es vor allem ein harmonisches Familienfest, verbunden mit gutem Essen und Trinken (73 Prozent). Dagegen ist der religiöse Hintergrund des neben Weihnachten bedeutendsten christlichen Festes schon bei der Mehrheit der Bevölkerung in den Hintergrund geraten, wie eine Umfrage des Münchner Meinungsforschungsinstituts Polis ergab.

          Lediglich knapp die Hälfte (47 Prozent) der Bundesbürger verbindet mit Ostern die Auferstehung Christi und damit die Verheißung ewigen Lebens. Und nur für ein gutes Drittel (37 Prozent) gehört ein Gottesdienst-Besuch zum Osterfest dazu. Eine repräsentative Emnid-Befragung ergab, dass 15 Prozent der 20- bis 29-Jährigen glauben, dass an Ostern die Geburt Jesu gefeiert wird. Drei Prozent dieser Altersgruppe glaubten sogar, dass Jesu Hochzeit der Anlass von Ostern sei. Neun Prozent aller Befragten wissen überhaupt nichts vom religiösen Hintergrund des Festes.

          Ost- und Westdeutschland in religiösem Empfinden geteilt

          Besonders zwischen Ost- und Westdeutschen gibt es starke Unterschiede im religiösen Empfinden. Nur ein Viertel der Menschen im Osten denkt Ostern an die biblisch überlieferte Auferstehung Jesu Christi am dritten Tag nach seinem Tod - im Westen ist es noch knapp die Mehrheit (52 Prozent); lediglich etwa jeder fünfte Ostdeutsche (22 Prozent) will Ostern in die Kirche gehen, aber 41 Prozent der Wessis. Der päpstliche Segen urbi et orbi (der Stadt und der Welt) gehört für 22 Prozent der Westdeutschen zu Ostern, im Osten nur für 11 Prozent. Für mehr (30 Prozent ) gehört in ganz Deutschland allerdings ein Kurzurlaub zu den freien Tagen an Ostern.

          Dafür haben Osterbräuche im Osten einen größeren Stellenwert. Der traditionelle Osterspaziergang gehört in den neuen Ländern für 69 Prozent der Menschen zum Fest (im Westen der Republik: 47 Prozent). Auch der Osterhase ist zwischen Oder und Elbe populärer (64 Prozent/Westdeutschland: 53 Prozent), ebenso die Eiersuche mit den Kindern (67 Prozent/Westdeutschland: 57 Prozent). Und die Bedeutung von Ostern als Familienfest ist mit 88 Prozent noch größer als im Westen (79 Prozent). Als Geschenkfest hat Ostern längst nicht die Bedeutung wie Weihnachten. Für jeden Dritten gehören Geschenke dazu. Bei den Jüngeren sind es allerdings schon 45 Prozent.

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