https://www.faz.net/-gum-9nnds

Überschwemmungen und Brände : Heftige Gewitter ziehen über Deutschland

  • Aktualisiert am

Eine Unwetterfront zieht über Niedersachsen hinweg. Bild: dpa

Es blitzt und donnert: Nach dem heißen Wochenende gehen in Teilen Deutschlands heftige Unwetter nieder. Auch für den Frankfurter Flughafen hat das Folgen.

          Blitz, Donner, Hitze und viel Regen: Nach dem heißen Wochenende sind heftige Gewitter über Teile Deutschlands gezogen. Das beeinträchtigte am Montag auch den Betrieb am Frankfurter Flughafen.

          Wie eine Sprecherin des Flughafenbetreibers Fraport sagte, legte die Deutsche Flugsicherung (DFS) am Nachmittag eine sogenannte Nullsteuerung fest. Das bedeutet, dass bereits in der Luft befindliche Maschinen zwar landen konnten oder umgeleitet wurden. An Flughäfen im europäischen Umfeld starteten während der Nullsteuerung aber keine Flugzeuge in Richtung Frankfurt.

          Die Arbeit auf dem Vorfeld wurde vorübergehend eingestellt. Rund 90 Minuten nach Beginn des Gewitters seien 114 Verbindungen annulliert gewesen, sagte die Sprecherin weiter. Passagiere mussten sich auf Verzögerungen einstellen. Wann der Betrieb wieder normal laufen sollte, war zunächst unklar.

          Mehrere Brände in Brandenburgs Wäldern lösten am Montag größere Feuerwehreinsätze aus. Der größte Schaden entstand in einem Wald bei Hennickendorf/Berkenbrück. Innerhalb weniger Stunden verdoppelte sich dort die Schadensfläche auf rund 50 bis 60 Hektar, wie Raimund Engel, Waldbrandschutzbeauftragter des Landes.

          40 Liter Regen pro Quadratmeter

          Im Raum Pforzheim fielen nach einer Schätzung des Deutschen Wetterdienstes (DWD) punktuell bis zu 40 Liter Regen pro Quadratmeter. Nach Polizeiangaben musste zwischen Pforzheim-Dillweißenstein und Unterreichenbach kurzfristig auch eine Straße nach einem Hangrutsch gesperrt und gesäubert werden. In Pforzheim fiel ein Baum auf zwei Fahrzeuge. Verletzt wurde dabei niemand.

          In Stuttgart, Reutlingen oder Aalen sowie in anderen Städten des Südwestens wurden durch den Sturm einzelne Bäume, Schilder und Bauzäune umgerissen.

          In Nordrhein-Westfalen mussten Pendler auf dem Weg zur Arbeit wegen der Gewitter mit Zugausfällen und Verspätungen kämpfen. Auf den Autobahnen staute sich der Verkehr zeitweise auf etwa 300 Kilometern. Zwischen Ruhrgebiet und Rheinland lief der Bahnverkehr nach einem Blitzeinschlag in Mülheim mehrere Stunden nur stark eingeschränkt.

          Beruhigung ist in Sicht

          Die bundesweite Vorhersage: Nach einem teils gewittrigen Wochenstart beruhigt sich das Wetter am Dienstag wieder ein wenig. Neben einzelnen Wolken scheint bei Höchstwerten zwischen 26 und 33 Grad häufig auch die Sonne, wie der DWD mitteilte. Nur im äußersten Norden bleibe es demnach mit 18 bis 25 Grad kühler. Dort könnten sich auch dichtere Wolken vor die Sonne schieben. Schauer und Gewitter sind laut Vorhersage am Dienstag vor allem noch im östlichen Bergland und an den Alpen möglich.

          Auch am Mittwoch soll es nur vereinzelt gewittern, betroffen sind der äußerste Westen und Nordwesten. Überall sonst gibt es wieder viel Sonnenschein bei noch mehr Hitze mit bis zu 35 Grad. Kühler bleibt es mit 25 bis 29 Grad nur im Westen und Nordwesten, wie es weiter hieß.

          Nicht mehr ganz so heiß und wieder gewittriger wird es am Donnerstag, an dem im Nordosten aber immer noch bis zu 30 Grad drin sind. Im Südwesten können die Menschen bei 18 bis 23 Grad durchatmen. Dabei ist von der Mitte Deutschlands bis in die Nordosthälfte sowie an den Alpen aber Vorsicht geboten: Hier sind abermals teils kräftige Gewitter möglich.

          Weitere Themen

          71-Jährige mit Pikrinsäure am Umweltmobil Video-Seite öffnen

          Explosionsgefahr : 71-Jährige mit Pikrinsäure am Umweltmobil

          Das hätte auch gefährlich ins Auge gehen können. Eine 71-Jährige findet im Keller einen Behälter mit Pikrinsäure und bringt ihn zu einem Umweltmobil. Die Säure kann hochexplosiv sein - eine Sperrzone muss eingerichtet werden.

          Abwarten, Experimentieren, Raushängen

          FAZ.NET-Hauptwache : Abwarten, Experimentieren, Raushängen

          Diesel-Fahrverbote und Wohnungsnot bestimmen das Stadtgemurmel in Frankfurt, und große Unternehmen schwenken die Regenbogenfahne beim Christopher Street Day. Was sonst noch wichtig ist in Rhein-Main, lesen Sie in der FAZ.NET-Hauptwache.

          Topmeldungen

          Konkurrenz lauert : Herbe Enttäuschung von Netflix

          Der Videodienst gewinnt weniger Kunden als erwartet. Auf seinem Heimatmarkt schrumpfen die Abonnentenzahlen sogar. Die Aktie verliert deutlich an Wert, denn die Sorgen werden auch in Zukunft nicht weniger.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.