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Tsunamiwarnung : Keine größeren Schäden nach Erdbeben vor Neuseeland

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Bild: FAZ.NET

Ein schweres Seebeben der Stärke 7,8 hat am Mittwoch das Meer vor der Südküste Neuseelands erschüttert. Das Pazifik-Tsunami-Warnzentrum auf Hawaii gab eine Warnung aus. Ein Beben dieser Stärke habe das Potential, einen zerstörerischen Tsunami auslösen, hieß es.

          Das schwerste Erdbeben seit 78 Jahren hat am Mittwoch in Neuseeland Zehntausende Einwohner erschreckt. Mit einer Stärke von 7,8 war es noch mehr als 1400 Kilometer vom Epizentrum entfernt zu spüren, berichtete die neuseeländische Erdbebenwarte. Das Epizentrum lag vor der Südwestküste des Landes. Die Supermärkte in Queenstown auf der Südinsel berichteten, dass Waren aus den Regalen fielen. In Invercargill an der Südküste wackelten die Kronleuchter, und einige Ortschaften waren vorübergehend ohne Strom. Über schwere Schäden wurde aber zunächst nichts bekannt.

          Das Zentrum des Bebens lag westlich der Südspitze Neuseelands in einer geschätzten Tiefe von rund zwölf Kilometern unter dem Meeresboden. Es ereignete sich um 21.22 Uhr Ortszeit (11.22 MESZ).Ein Beben der Stärke 7,8 hatte 1931 die Stadt Napier auf der Nordinsel zerstört und 256 Menschen in den Tod gerissen.
          Der neuseeländische Zivilschutz machte auf die Möglichkeit eines Tsunamis aufmerksam und rief die Küstenbewohner auf, Informationen im Radio zu verfolgen. Er betonte aber, dass es sich nicht um eine Tsunami-Warnung handelte. An der Westküste etwa 500 Kilometer nördlich des Epizentrums sollen höhere Wellen an Land geschwappt sein. Die Region ist aber ein riesiger Nationalpark mit Fjorden und ohne Siedlungen in Küstennähe. Das Tsunamiwarnzentrum in Hawaii hob seine eigene Warnung später auf. Neuseeland wird jedes Jahr von tausenden kleineren Erdbeben erschüttert. Die Stärke 7,8 erreichen aber weltweit weniger als 20 Erdbeben im Jahr.

          „Alles hat gewackelt“

          Die australischen Behörden wollten gefährliche Wellen und Überschwemmungen auf der Insel Lord Howe rund 600 Kilometer vor der Ostküste nicht ausschließen. Sie forderten Küstenbewohner auf, höher gelegene Regionen aufzusuchen. Auf der Insel leben nur ein paar hundert Menschen. Es ist ein Urlaubsparadies, doch ist in Australien im Moment Winter und damit keine Saison. Die Warnungen wurden später ebenfalls aufgehoben.

          „Alles hat gewackelt“, berichtete Simon Wilson aus Invercargill, rund 160 Kilometer vom Epizentrum entfernt, im Rundfunk. „Das Haus hat gewackelt, die Tür und der Türrahmen, mein Zaun bewegte sich - das war ein Riesending.“ Sein Haus sei aber nicht beschädigt worden. „Es hat bestimmt vier bis fünf Minuten gebebt“, sagte die Hotelmanagerin Aroha Patterson in Invercargill im Fernsehen. „Die Kronleuchter schwangen hin und her, Tische und Stühle rutschten über den Boden, aber die Leute sind alle sehr ruhiggeblieben.“ Angst vor einem Tsunami habe sich nicht verbreitet.

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